Ein blutiger Vorfall in einer deutschen Bankfiliale hat am Donnerstag stundenlang Polizei und Rettungskräfte in Atem gehalten. Ein Bankmitarbeiter erlag seinen Verletzungen, der mutmaßliche Täter konnte am Abend festgenommen werden.
Der Angriff und der Großeinsatz
Der Angriff in einer Filiale der HypoVereinsbank in der Regensburger Stromerstraße ereignete sich laut Polizeiangaben gegen 14.50 Uhr. Ein Mann wurde dabei mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Zunächst war unklar, ob es sich um eine Geiselnahme handelte – der mutmaßliche Täter befand sich zwischenzeitlich noch mit weiteren Personen im Gebäude. Polizei und Rettungskräfte rückten daraufhin mit einem Großaufgebot an, darunter ein Spezialeinsatzkommando sowie ein Hubschrauber, der Bereich um die Filiale wurde weiträumig abgesperrt. Wie eine Polizeisprecherin betonte, habe der Schutz der Bevölkerung oberste Priorität gehabt – Anwohner wurden aufgerufen, die Umgebung des Tatorts zu meiden.
Der Zugriff am Abend
Kurz vor 18 Uhr griffen Spezialkräfte der Polizei zu und konnten den Tatverdächtigen festnehmen. Laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz handelt es sich dabei um einen 20-jährigen deutschen Staatsbürger. Er blieb bei der Festnahme unverletzt. Zwei weitere Personen, die sich noch in der Bankfiliale befunden hatten, wurden von den Einsatzkräften unmittelbar zuvor in Sicherheit gebracht.
Das Opfer erlag seinen Verletzungen
Das schwer verletzte Opfer wurde nach notfallmedizinischer Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht. Dort ist der Mann inzwischen gestorben, wie eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Bei dem Opfer soll es sich laut übereinstimmenden Medienberichten um einen Mitarbeiter der Bank handeln.
Ermittlungen wegen Tötungsdelikt und Raubüberfall
Die ursprüngliche Befürchtung einer Geiselnahme bestätigte sich im weiteren Ermittlungsverlauf nicht. Die Polizei geht mittlerweile von einem Tötungsdelikt in Verbindung mit einem Raubüberfall aus. „Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen Mann. Wir gehen aktuell von einem Einzeltäter aus“, erklärte eine Polizeisprecherin. Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.
Ein Wohnhaus über der Bankfiliale
Die betroffene Filiale liegt im Erdgeschoss eines größeren Gebäudekomplexes im Regensburger Westen, in dessen oberen Stockwerken sich Wohnungen befinden. Die polizeilichen Maßnahmen vor Ort dauerten den Angaben zufolge auch am Abend noch an, unter anderem wurde das Gebäude weiterhin durchsucht.
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