Die russische Metropole Sankt Petersburg, Geburtsstadt von Kremlchef Wladimir Putin, ist in der Nacht auf Freitag erneut Ziel eines massiven ukrainischen Drohnenangriffs geworden. Ein Großbrand in einem Lagerhaus sorgte für dichte Rauchwolken über der historischen Stadt.
Der Angriff in der Nacht
Nach Angaben des zuständigen Gouverneurs des Leningrader Gebiets, Alexander Drosdenko, wurde Sankt Petersburg in der Nacht von mindestens 50 Drohnen angegriffen. Wie das ukrainische Portal RBC-Ukraine berichtet, geriet dabei mindestens eines der Lagerhäuser des russischen Onlinehändlers Wildberries in Brand – ein Feuer, das sich rasch zu einem Großbrand ausweitete. Für das Leningrader Gebiet galt demnach bereits ab 23.15 Uhr eine Drohnenwarnung, gegen 3.30 Uhr erreichten die ersten Drohnen den Angaben zufolge Sankt Petersburg selbst.
Bilder der brennenden Stadt
Aufnahmen lokaler Medien sowie auf sozialen Plattformen zeigten eine große Rauchwolke über der historischen Stadt. In Onlineforen kursierten Videos, die den Moment des Drohneneinschlags sowie den anschließend ausbrechenden Großbrand dokumentieren sollen.
Strategie hinter den Angriffen
Die ukrainische Armee hat in den vergangenen Monaten verstärkt Logistik- und Infrastruktureinrichtungen auf russischem Staatsgebiet ins Visier genommen. Damit will Kiew nach eigenen Angaben gezielt den Nachschub für die russischen Truppen bei deren Offensive in der Ukraine stören. Sankt Petersburg und das umliegende Leningrader Gebiet gerieten dabei in den vergangenen Wochen bereits mehrfach ins Visier ukrainischer Drohnen – erst kürzlich hatten Angriffe auf die Kirischi-Ölraffinerie in derselben Region für Schlagzeilen gesorgt.
Ein Muster, das sich durch ganz Russland zieht
Der aktuelle Angriff reiht sich in eine längere Serie ähnlicher ukrainischer Drohnenoperationen gegen russische Infrastruktur ein. In den vergangenen Monaten waren wiederholt Öldepots und Treibstofflager in verschiedenen russischen Regionen getroffen worden – darunter in den Gebieten Woronesch und Rostow sowie im Schwarzmeerort Sotschi, wo eigenen Angaben zufolge sogar Trümmer nahe der einstigen Prunkvilla von Putin niedergingen.
Credits: Kremlin.ru, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=123219163
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