Neue Sprecherin, neuer Slogan: Die SPÖ stellt sich nach Babler neu auf

Neue Sprecherin, neuer Slogan: Die SPÖ stellt sich nach Babler neu auf

Andreas Babler ist formal noch Parteichef, doch die SPÖ richtet sich sichtbar auf die Zeit nach ihm aus. Die Bundespartei hat eine neue Pressesprecherin und verabschiedet sich vom Slogan, der unter Babler entstanden ist. Statt “Ordnen statt Spalten” heißt es künftig: “Österreich braucht”.

Hauke kommt aus Holzleitners Team

Neue Sprecherin der SPÖ-Bundespartei ist Theresa Hauke, wie oe24 berichtet. Sie soll die Partei in der Phase der Neuordnung in der Medienarbeit begleiten. Hauke war zuvor viele Jahre Sprecherin von Eva-Maria Holzleitner, schon in deren Zeit als stellvertretende Klubobfrau, als die SPÖ noch in Opposition war, und zuletzt im Frauenministerium. Die Personalie ist auch ein Signal: Holzleitner führt die Partei derzeit gemeinsam mit Klubobmann Philip Kucher geschäftsführend.

Abschied vom Babler-Slogan

Auch inhaltlich setzt die SPÖ einen Schnitt. Der unter Babler entwickelte Slogan “Ordnen statt Spalten” hat laut oe24 ausgedient. Babler war damit zuletzt noch auf Tour gegangen, etwa bei einer Townhall in Klagenfurt am Montag. Künftig kampagnisiert die Partei unter der Devise “Österreich braucht”. Wofür genau der neue Slogan stehen soll, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Babler auf den Parteikanälen verschwunden

Wie konsequent der Neuanfang inszeniert wird, zeigt sich auch in den sozialen Medien. Laut oe24 erschien das letzte Posting mit Babler auf dem Instagram-Kanal der SPÖ an jenem Tag, an dem sein schrittweiser Rückzug bei einem Treffen in einem Wiener Innenstadthotel besiegelt wurde. Seither seien 45 Beiträge veröffentlicht worden, keiner davon mit Babler.

Wer folgt dauerhaft?

Offen bleibt die wichtigste Personalfrage. Babler bleibt bis Jahresende Vizekanzler, dann übernimmt Finanzminister Markus Marterbauer. Wer die Partei dauerhaft führt, soll erst im kommenden Jahr bei einem Parteitag geklärt werden. Weder Kucher noch Holzleitner wollen die Parteiführung laut oe24 dauerhaft übernehmen. Ob Marterbauer neben dem Vizekanzleramt auch den Vorsitz anstrebt, ist bisher nicht bekannt.

Credits: BKA, AndyWenzel

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