Nägel in Halloween-Süßigkeiten: Polizei warnt Eltern in Linz-Oed

Nägel in Halloween-Süßigkeiten: Polizei warnt Eltern in Linz-Oed

Schokoriegel und Kaubonbons, von außen völlig unauffällig, innen ein spitzer Nagel: Ein Vater aus Linz hat in den Halloween-Süßigkeiten seiner Kinder manipulierte Naschereien entdeckt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt und warnt alle Familien, deren Kinder im Stadtteil Oed unterwegs waren.

Fund beim Kontrollieren

Die Kinder hatten die Süßigkeiten am Samstag, dem 31. Oktober, beim Halloween-Sammeln im Linzer Stadtteil Oed bekommen, wie der ORF Oberösterreich berichtet. Am Sonntagabend kontrollierte ihr 28-jähriger Vater die Beute und stieß in mehreren Schokoriegeln und Kaubonbons auf etwa einen Zentimeter lange Nägel. Sie waren laut Polizei tief in die Süßigkeiten gesteckt worden und von außen teilweise nicht zu erkennen. Der Vater erstattete noch am selben Abend Anzeige.

Woher die Süßigkeiten stammen, ist unklar

Wer hinter der Manipulation steckt, ist offen. Unklar ist laut ORF auch, von welchem Haushalt die präparierten Süßigkeiten stammen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Sie warnt vorsorglich davor, Halloween-Süßigkeiten aus dem Bereich Linz-Oed zu essen, berichtet die APA. Zumindest sollten sie vorher genau kontrolliert werden.

Was Eltern jetzt tun sollten

Wer in den gesammelten Süßigkeiten seiner Kinder etwas Auffälliges findet, sollte die betroffenen Stücke nicht wegwerfen, sondern aufbewahren und der Polizei übergeben. Sie können Spuren enthalten, die bei der Suche nach dem Täter helfen. Gerade bei Riegeln und weichen Bonbons lohnt es sich, sie vor dem Essen aufzubrechen oder durchzuschneiden, weil Fremdkörper von außen kaum zu sehen sind. Hinweise nimmt jede Polizeiinspektion entgegen.

Auch Fälle in Deutschland

Linz ist kein Einzelfall. Am Wochenende sorgten ähnliche Funde in Deutschland für Aufsehen, berichtet die APA. Kinder entdeckten dort in ihren gesammelten Süßigkeiten Nadeln, Nägel oder andere Metallteile. Die Polizei meldete Fälle unter anderem in Thüringen, Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Fällen gibt oder es sich um Nachahmungstaten handelt, ist nicht bekannt.

Ein seltenes, aber reales Risiko

Präparierte Halloween-Süßigkeiten gelten seit Jahrzehnten als typische Schreckensgeschichte, die meisten Berichte erwiesen sich in der Vergangenheit als Gerüchte oder Einzelfälle. Die aktuellen Funde sind aber von der Polizei bestätigt. Dass in Linz niemand zu Schaden kam, ist vor allem einem aufmerksamen Vater zu verdanken.

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