Kickls Herbsttour: Wanderung am Liesingbach mit Ansage an die Corona-Bewegung

Kickls Herbsttour: Wanderung am Liesingbach mit Ansage an die Corona-Bewegung

Sieben Kilometer, rund 250 Begleiter und am Ende ein Heuriger: FPÖ-Chef Herbert Kickl ist am Freitag im Rahmen seiner Herbsttour durch Wien-Liesing gewandert. Die Route war kein Zufall – und die wichtigste Botschaft des Nachmittags galt einem kommenden Untersuchungsausschuss.

Ein Weg mit Vorgeschichte

Wie oe24 berichtet, führte die „Liesingbachwanderung“ vom Start in Alterlaa rund sieben Kilometer entlang des Liesingbachs bis zu einem Heurigen in Perchtoldsdorf. An die 250 Menschen folgten Kickls Einladung im Rahmen des freiheitlichen „Heimatherbsts“. Die Strecke habe ihre „Wurzeln in der Coronazeit“, sagte Kickl – während der Pandemie waren Gegner der Corona-Maßnahmen dort gemeinsam spazieren gegangen. Nun marschiere man „in Richtung Systemwechsel“.

„Das wird eine Grillerei werden“

Vor dem Start stellte Kickl den Teilnehmern in Aussicht, das Thema Corona weiter politisch zu verfolgen, und zwar in einem Untersuchungsausschuss. „Ich freue mich jetzt schon riesig, dass in Bälde der Corona-Ausschuss startet“, sagte er. „Das wird eine Grillerei werden.“ Wann genau dieser Ausschuss beginnen soll, nannte er laut dem Bericht nicht.

Eine gemischte Runde

Die Teilnehmer waren laut oe24 nicht nur klassische FPÖ-Wähler. Die Gruppe der früheren Maßnahmengegner sei nach wie vor gemischt, darunter Künstlerinnen, bekennende Linke und Gemeindebaubewohner. Gesprochen wurde vor allem über Steuern und die hohen Spritpreise. Auch ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler war unter den Wanderern. Begleitet wurde die Gruppe von Polizisten auf Fahrrädern. Die angekündigten zweieinhalb Stunden unterbot sie um eine halbe Stunde, beim Heurigen warteten Säcke mit Kartoffeln und ein Transparent mit der Aufschrift „Auf dem Weg Richtung Volkskanzler“.

SPÖ-Debatte „wurscht“

Für den Machtkampf in der SPÖ hatte Kickl nur einen Satz übrig: „Uns kann’s wurscht sein, was bei den Sozialisten herauskommt. Wir gehen unseren Weg schnurgerade weiter.“ Die Herbsttour unter dem Motto „Wir sind für Euch da“ hatte Ende September in Osttirol begonnen, weitere Stationen in mehreren Bundesländern folgen.

Credits: Parlamentsdirektion/​Thomas Topf

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