EXKLUSIV: Landeschefs schon um 14 Uhr bei Ludwig – fällt dort die Ablöse von Babler?

EXKLUSIV: Landeschefs schon um 14 Uhr bei Ludwig – fällt dort die Ablöse von Babler?

Zuerst Ludwig, dann Babler: Wichtige SPÖ-Landeschefs sollen sich am Sonntag bereits um 14 Uhr im Wiener Rathaus abstimmen – zwei Stunden vor dem offiziellen Krisengipfel mit dem Parteivorsitzenden. Nach Informationen von exxtra24 könnte damit die entscheidende Weichenstellung für Bablers Zukunft schon vor seinem eigenen Termin erfolgen.

Die SPÖ-Führungsdebatte spitzt sich zu. Wie exxtra24 aus dem Umfeld der SPÖ Niederösterreich sowie von einem ehemaligen Wiener Pressesprecher und SPÖ-Mitarbeiter erfahren hat, sollen sich wichtige SPÖ-Landesparteichefs am Sonntag bereits um 14 Uhr bei Wiens Bürgermeister Michael Ludwig im Rathaus treffen.

Erst um 16 Uhr beginnt jene Aussprache, zu der Bundesparteichef Andreas Babler die neun Landesorganisationen nach Wien eingeladen hat. Für das Treffen sind drei Stunden vorgesehen. Auf der Tagesordnung stehen die Führungsdebatte und offene Fragen zum Parteistatut.

Die zeitliche Abfolge ist politisch brisant: Die Länder könnten ihre Position bereits festgelegt haben, bevor Babler seine Aussprache überhaupt eröffnet.

Erst ins Rathaus: Bringt Ludwig die Länder auf Zeiler-Kurs?

Das von den exxtra24-Quellen geschilderte Vortreffen würde den beteiligten Landeschefs die Möglichkeit geben, sich untereinander abzustimmen, bevor sie dem Bundesparteivorsitzenden gegenübertreten.

Eine mögliche Erklärung: Ludwig will die Länder auf einen gemeinsamen Kurs bringen. Geht es bereits um einen Führungswechsel? Um das Verfahren, mit dem die Personalfrage entschieden wird? Oder zunächst um eine gemeinsame Position gegenüber Babler?

Sollten sich die maßgeblichen Landesorganisationen im Rathaus auf einen Wechsel an der Parteispitze verständigen, könnte Babler um 16 Uhr mit einer abgestimmten Forderung Geschichte sein.

Zeiler fordert heraus – Babler hält am Vorsitz fest

Auslöser der aktuellen Zuspitzung ist Gerhard Zeilers erklärte Bereitschaft, die SPÖ zu führen. Babler hält am Parteivorsitz fest und verweist auf seine Wiederwahl sowie auf die parteiinternen Regeln für eine mögliche Kandidatur seines Herausforderers.

Damit steht am Sonntag mehr auf dem Spiel als eine allgemeine Aussprache. Es geht um die Frage, ob die SPÖ mit Babler an der Spitze weitermacht oder einen Prozess einleitet, der einen Führungswechsel ermöglicht.

Ludwigs Position könnte dabei entscheidendes Gewicht bekommen. Öffentlich hielt sich die Wiener SPÖ bisher zurück. Über Zeiler ließ Ludwig allerdings ausrichten, dieser sei eine respektable Persönlichkeit mit einem beeindruckenden Lebenslauf. Eine ausdrückliche Unterstützung für dessen Kandidatur war damit noch nicht verbunden.

Um 14 Uhr die gemeinsame Linie – um 16 Uhr die Ablöse Bablers?

Mit dem geplanten Vortreffen könnte sich der politische Schwerpunkt des Sonntags ins Wiener Rathaus verlagern. Um 14 Uhr könnten die Länder eine gemeinsame Position festlegen – möglicherweise auch gegen Babler. Zwei Stunden später müsste der Parteichef darauf reagieren.

Eine geschlossene Front maßgeblicher Landesorganisationen wäre für Babler ein erhebliches politisches Problem. Einzelne kritische Stimmen lassen Raum für Verhandlungen. Eine abgestimmte Forderung mehrerer Länder nach einem Führungswechsel würde den Druck auf den Vorsitzenden deutlich erhöhen.

Die entscheidende Frage bleibt deshalb: Organisiert Ludwig eine gemeinsame Front für einen Wechsel an der Parteispitze – oder versucht er, zwischen den Lagern zu vermitteln?

Babler hat seinen eigenen Krisengipfel einberufen. Ob er dessen Richtung noch bestimmen kann, könnte sich bereits zwei Stunden zuvor bei Ludwig entscheiden.

Credits: C.Stadler/Bwag – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=93841266 – mit KI-Erweiterung

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