Niederösterreich zieht eine positive Bilanz seiner EU-Mitgliedschaft: Für 2025 weist das Bundesland einen deutlichen finanziellen Überschuss aus Brüssel aus. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) spricht von einem „Erfolgsmodell“.
Die Zahlen im Detail
Im Jahr 2025 leistete das Land Niederösterreich Beiträge in Höhe von 189,9 Millionen Euro an die Europäische Union, wie aus einer Aussendung des Landes auf der Plattform OTS hervorgeht. Gleichzeitig flossen umgekehrt rund 466,4 Millionen Euro an direkten EU-Förderungen aus Brüssel sowie weitere 138,6 Millionen Euro über den Bund zurück nach Niederösterreich. In Summe ergibt das einen positiven Saldo von mehr als 415 Millionen Euro.
„Für jeden Euro mehr als drei Euro zurück“
„Das ergibt einen positiven Saldo von mehr als 415 Millionen Euro. Für jeden Euro, den Niederösterreich an die EU überweist, erhalten wir mehr als drei Euro an Förderungen zurück. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll: Die EU-Mitgliedschaft zahlt sich aus“, betont Mikl-Leitner laut der Aussendung. Finanzlandesrat Anton Kasser (ÖVP) ergänzt: „Unsere Mitgliedschaft in der Europäischen Union ist und bleibt ein Erfolgsmodell. Das zeigt sich besonders an den Geldern, die wir aus Brüssel für die Entwicklung unseres Heimatbundeslandes erhalten. Wir können damit gezielt in die Weiterentwicklung ländlicher Räume und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe investieren.“
Wohin das Geld konkret fließt
Die Fördergelder werden laut Land Niederösterreich vor allem in den Bereichen Regionalentwicklung, Beschäftigung und Landwirtschaft eingesetzt. Im Detail entfielen 2025 rund 511,20 Millionen Euro auf den Bereich Landwirtschaft inklusive ländlicher Entwicklung sowie 93,8 Millionen Euro auf Regional- und Beschäftigungsförderung inklusive der grenzüberschreitenden INTERREG-Programme. Zusammengerechnet ergibt das inklusive der über den Bund abgewickelten Mittel jene rund 605 Millionen Euro, die insgesamt nach Niederösterreich flossen.
Ein langjähriger Trend
Der positive Saldo für 2025 ist dabei kein Einzelfall, sondern reiht sich in eine langfristige Entwicklung ein. Seit dem EU-Beitritt Österreichs im Jahr 1995 konnte Niederösterreich nach eigenen Angaben mehr als 13 Milliarden Euro an EU-Förderungen ins Land holen. Damit seien tausende Projekte unterstützt und wichtige Impulse in Landwirtschaft, Wirtschaft, Bildung und Beschäftigung gesetzt worden, heißt es in der Aussendung des Landes.
Credits: Karl Wilfing from Poysdorf, Österreich – Verabschiedung Präsident aD Hans Penz, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69592469
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