16 Prozent – SPÖ auf Allzeittief: Umfrage zeigt historischen Absturz

16 Prozent – SPÖ auf Allzeittief: Umfrage zeigt historischen Absturz

Eine neue Umfrage bringt für die SPÖ wenig Grund zur Freude: Mit nur noch 16 Prozent würde die Partei bei einer fiktiven Nationalratswahl ihr bislang schlechtestes je gemessenes Ergebnis einfahren. Auch für die Koalition insgesamt sieht die Rechnung nicht gut aus.

Die Zahlen im Detail

Grundlage der Erhebung ist eine Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft im Auftrag von oe24, für die zwischen 29. Juni und 7. Juli 2.000 Personen befragt wurden. Bei einer fiktiven Sonntagsfrage kommt die FPÖ demnach auf 37 Prozent und würde damit rechnerisch mehr Mandate erreichen als ÖVP und SPÖ zusammen. Die ÖVP liegt bei 19 Prozent – erstmals seit Beginn der Legislaturperiode unter der psychologisch wichtigen 20-Prozent-Marke. Die Grünen kommen stabil auf 12 Prozent, die NEOS auf 8 Prozent.

Ein historischer Tiefstwert für die SPÖ

Besonders deutlich fällt der Einbruch bei den Sozialdemokraten aus. Mit 16 Prozent unterbietet die Partei ihren bisherigen Negativrekord von 17 Prozent und erreicht damit den schlechtesten je in einer Umfrage gemessenen Wert ihrer Geschichte. Zum Vergleich: Bei der Nationalratswahl 2024 hatte die SPÖ noch deutlich höhere Werte erzielt – der aktuelle Umfragewert bedeutet also einen massiven Vertrauensverlust innerhalb weniger Monate Regierungsbeteiligung.

Koalition würde ihre Mehrheit verlieren

Die Konsequenzen eines solchen Wahlausgangs wären für die aktuelle Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS gravierend. Laut der Hochrechnung käme das Regierungsbündnis nur noch auf 82 Mandate im Nationalrat – ein Minus von 28 Sitzen im Vergleich zur Wahl 2024. Die notwendige Mehrheit von 92 Mandaten würde damit klar verfehlt.

KPÖ profitiert vom Höhenflug in Graz

Während die Koalitionsparteien schwächeln, zeigt sich bei der KPÖ eine gegenläufige Entwicklung. Nach dem Wahlsieg von Bürgermeisterin Elke Kahr in Graz kommt die Partei laut Umfrage aktuell auf 4 Prozent und würde damit knapp den Sprung ins Parlament schaffen – ein Novum für die Kommunisten auf Bundesebene der letzten Jahrzehnte.

Auch die Kanzlerfrage spricht eine deutliche Sprache

Das Bild eines schwindenden Vertrauens in die Regierungsspitze bestätigt sich auch bei der sogenannten Kanzlerfrage, die parallel erhoben wurde: FPÖ-Chef Herbert Kickl käme demnach bei einer fiktiven Direktwahl auf 35 Prozent, während Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) nur 12 Prozent und SPÖ-Chef Andreas Babler lediglich rund 7 bis 8 Prozent erreichen würden.

Credits: Parlamentsdirektion/​Thomas Topf

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