Die Volkshilfe hat es schwarz auf weiß: Fast zwei Drittel der Österreicher sprechen sich für die Einführung einer Erbschaftssteuer auf große Vermögen aus. Konkret geht es um Erbschaften ab einer Million Euro. Diese überraschenden Ergebnisse stammen aus der repräsentativen „Sozialbarometer“-Umfrage, die von Foresight durchgeführt wurde. Mit 1.091 Befragten und einer Schwankungsbreite von +/- 3,1 Prozent zeigt die Studie ein klares Bild: Die Bevölkerung will mehr soziale Gerechtigkeit.
Kinderarmut und soziale Absicherung: Die großen Themen
Die Umfrage zeigt auch, dass neun von zehn Befragten das Ziel der Regierung, die Kinderarmut bis 2030 zu halbieren, als „sehr wichtig“ einstufen. Hanna Lichtenberger, Leiterin der Forschung und Sozialpolitik bei der Volkshilfe, betont: „Die Ergebnisse zeigen eine überwältigende Zustimmung zu staatlicher sozialer Absicherung und Armutsbekämpfung.“ Besonders Haushalte mit einem Einkommen von bis zu 1.500 Euro sind von der aktuellen Teuerung betroffen – hier erleben 87 Prozent Einschränkungen im Alltag.
Erbschaftssteuer: Ein Schritt zur Budgetsanierung?
Die Einführung einer Erbschaftssteuer könnte dem Staat rund 1,5 Milliarden Euro einbringen, so die Volkshilfe. Und das Beste daran: Nur 0,2 Prozent der Erbinnen und Erben wären betroffen. Ein fairer Deal? Die Bevölkerung scheint das so zu sehen. Die Forderung nach einer solchen Steuer wird immer lauter, vor allem angesichts der steigenden sozialen Ungleichheit.
Inflation: Der Elefant im Raum
Neben der Erbschaftssteuer fordert die Volkshilfe auch Maßnahmen gegen die Inflation. Besonders bei Lebensmitteln, Wohnen und Energie müsse die Regierung handeln. Lichtenberger schlägt vor, sich an erfolgreichen Modellen anderer europäischer Länder zu orientieren. „Eine Preiskommission und eine Preistransparenzdatenbank könnten helfen, die Inflation in den Griff zu bekommen“, so die Expertin.
Quellen: Wie von oe24.at berichtet, basieren die Informationen auf der „Sozialbarometer“-Umfrage der Volkshilfe.
Credits: APA
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