Wien ist nicht mehr die lebenswerteste Stadt der Welt – zumindest wenn es nach dem renommierten „Global Liveability Index“ der Economist Intelligence Unit (EIU) geht. Zum ersten Mal seit Jahren wurde die österreichische Hauptstadt vom Thron gestoßen – und zwar von Kopenhagen. Die dänische Hauptstadt eroberte den Spitzenplatz mit Bestnoten in den Bereichen Stabilität, Bildung und Infrastruktur. Wien musste sich mit dem zweiten Platz begnügen – punktgleich mit Zürich.
Kopenhagen erhielt im aktuellen Ranking die Maximalbewertung von 100 Punkten in drei zentralen Kategorien: Stabilität, Bildung und Infrastruktur. „Wonderful, wonderful Copenhagen“ – so das internationale Medienecho – ließ damit sogar Wien hinter sich, das zuletzt drei Jahre in Folge die Liste angeführt hatte.
Das Problem: Mangelnde Sicherheit
Doch warum rutschte Wien überhaupt ab? Laut EIU war ein „deutlicher Rückgang“ beim Stabilitätswert ausschlaggebend. Grund dafür war eine Reihe sicherheitsrelevanter Vorfälle, allen voran eine Bombendrohung bei einem Taylor-Swift-Konzert im vergangenen Sommer, die zur Absage der Veranstaltung führte. Auch der vereitelte Anschlag auf den Westbahnhof wird als Grund angeführt.
Der Vorfall sei symptomatisch für eine allgemeine Eintrübung im Bereich öffentlicher Sicherheit, heißt es in der Analyse. „Der Druck auf die Stabilitätswerte hat dazu geführt, dass Wien nach drei Jahren an der Spitze den Titel verloren hat“, erklärt Barsali Bhattacharyya, stellvertretende Direktorin der EIU-Branchenabteilung, gegenüber CNN. Weltweit sei der Trend ähnlich – die Stabilitätswerte hätten sich seit 2024 verschlechtert.
Gleich auf mit Zürich
Wien teilt sich den zweiten Platz mit Zürich – beide Städte schnitten in den übrigen Kategorien wie Gesundheitsversorgung, Umwelt oder Kultur hervorragend ab. Melbourne (Australien) hält Rang vier, gefolgt von Genf auf Platz fünf. Drei australische Städte – Melbourne, Sydney und Adelaide – finden sich ebenso wie Vancouver (Kanada) unter den Top Ten.
Credit: APA
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