Eine neue Statistik wirbelt die Rangliste der häufigsten Vornamen unter Bürgergeld-Empfängern kräftig durcheinander. Laut Medienberichten hat der Name Mohammed – in all seinen Schreibweisen – den bisherigen Spitzenreiter Michael überholt. Doch was steckt hinter diesen Zahlen?
AfD-Anfrage deckt auf: Schreibweisen verzerren Statistik
Die Diskussion begann mit einer Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion. Sie wollte von der Bundesregierung wissen, welche Vornamen bei Bürgergeld-Empfängern am häufigsten vorkommen. Die ursprüngliche Antwort zeigte Michael, Andreas und Thomas an der Spitze. Doch ein Detail sorgte für Verwirrung: Namen mit unterschiedlichen Schreibweisen wurden getrennt gezählt. So tauchten Mohammed, Mohamed und ähnliche Varianten in der Liste mehrfach auf, jedoch weiter hinten.
René Springer, AfD-Abgeordneter, forderte daraufhin eine neue Auswertung, bei der die verschiedenen Schreibweisen zusammengefasst wurden. Das Ergebnis: Mohammed, in 19 Varianten wie Mohamed, Muhammad oder Mahamadou, führt die Liste mit fast 40.000 Nennungen an.
Michael nur noch auf Platz zwei
Während Mohammed die Spitze erklimmt, rutscht Michael – inklusive Varianten wie Michel oder Maik – mit 24.660 Nennungen auf Platz zwei. Ahmad, ebenfalls in mehreren Schreibweisen wie Achmet oder Amed, belegt mit 20.660 Nennungen den dritten Platz. Namen wie Andreas oder Thomas verlieren durch die neue Zählweise an Bedeutung.
Was sagen die Zahlen wirklich aus?
Die Bundesregierung betont, dass aus einem Vornamen nicht automatisch auf die Nationalität geschlossen werden kann. Laut der Bundesagentur für Arbeit bezogen Ende 2024 rund 5,42 Millionen Menschen in Deutschland Bürgergeld. Davon waren 52 Prozent Deutsche und 48 Prozent Ausländer. Die Statistik umfasst jedoch nur Daten aus Jobcentern, die in gemeinsamer Einrichtung mit den Kommunen arbeiten, und ist daher nicht vollständig.
Quelle: BILD
Credits: APA
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