Ab Mai 2026 startet Wien ein neues Förderpaket für Photovoltaikanlagen (PV) und investiert satte 7 Millionen Euro in die grüne Zukunft der Stadt. Mit diesem Programm sollen nicht nur Dächer, sondern auch Fassaden und begehbare Dächer zu Stromlieferanten werden.
Fassaden als Stromquelle
Wie die Stadt Wien berichtet, liegt ein Schwerpunkt des Programms auf PV-Anlagen an Fassaden. Diese bieten im urbanen Raum enormes Potenzial, das bisher kaum genutzt wurde. Während Dachanlagen vor allem mittags Strom liefern, erzeugen Fassadenanlagen Energie am Vormittag und Nachmittag – genau dann, wenn sie gebraucht wird. Gefördert werden sowohl vorgehängte Module für bestehende Gebäude als auch integrierte Anlagen, die direkt in die Gebäudehülle eingebaut werden.
Dachgärten und Schattenspender
Ein weiteres Highlight sind PV-Verschattungsanlagen auf begehbaren Dächern, etwa bei Schulen oder öffentlichen Gebäuden. Diese Anlagen liefern nicht nur Strom, sondern schaffen auch schattige Aufenthaltsorte. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky betont: „Solche Projekte machen Wien unabhängiger und bringen uns unserem Klimaziel näher.“
Bewährte Förderungen bleiben
Neben den neuen Schwerpunkten setzt Wien weiterhin auf bewährte Programme. Dazu gehören PV-Anlagen auf mehrgeschossigen Wohnbauten, Flugdächer über Parkplätzen und Gründächer. Auch der „1, 2, 3 Sonnengutschein“, ein Beratungsprogramm für gemeinschaftliche PV-Anlagen, wird verlängert.
Wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen
Laut der Stadt Wien löst jeder Förder-Euro rund fünf Euro heimische Wertschöpfung aus. Bis 2030 soll die PV-Leistung in Wien auf 800 Megawattpeak (MWp) steigen – genug, um ein Viertel aller Wiener Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen.
Quellen: oe24.at, wien.gv.at, sonnenstrom.wien.gv.at, heute.at
Credits: APA
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