Dritte Messerattacke in nur einem Monat auf dem bekannten Yppenplatz in Wien-Ottakring: Montagnachmittag verletzte ein marokkanischer Migrant (16) zwei Passanten. Vor einem Monat attackierte ein Messerstecher, der auch mit einer Machete bewaffnet war, zwei Österreicher – und nur sechs Tage später griffen drei jugendliche Messertäter einen Mann an.
Ein Marokkaner (16) steht laut Polizei im Verdacht, gestern zwei Personen im Bereich einer WC-Anlage am Yppenplatz verletzt zu haben. Laut den Opfern sollen sie von dem Tatverdächtigen ohne erkennbaren Grund angegriffen worden sein. Ein 20-jähriges Opfer erlitt Abschürfungen, ein weiteres Opfer im Alter von 28 Jahren Schnittverletzungen im Halsbereich, die aber nicht lebensgefährlich waren.
Nach der notfallmedizinischen Versorgung durch die Berufsrettung Wien wurde das 28-jährige Opfer in ein Krankenhaus gebracht. Der 16-jährige Tatverdächtige verweigerte die Aussage und wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt gebracht.
Der Yppenplatz in Wien-Ottakring entwickelte sich in den vergangenen Wochen zu einem echten Hotspot der Gewaltkriminalität: Wie von exxtra24 berichtet, kam es in den vergangenen 30 Tagen auf dem Marktgelände und zwischen den gastronomiebetrieben zu insgesamt drei Messerattacken.
Die neue Welle der Gewaltkriminalität an diesem Tatort ist auch politisch hochbrisant: So präsentierte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) ausgerechnet am Yppenplatz im März dieses Jahres eine erste Bilanz über die seit Jänner laufenden Schwerpunktaktionen zur Verbesserung der Sicherheit in der Stadt. In seiner Rede betonte Ludwig damals die hohe Bedeutung dieses Themas für die Wiener Bevölkerung und stellte die bisherigen Erfolge der Maßnahmen vor. Die Stadtregierung setze gezielt Maßnahmen, um das Sicherheitsgefühl weiter zu stärken und konsequent gegen Regelverstöße vorzugehen, meinte Ludwig.

Bürgermeister Michael Ludwig im März auf dem Yppenplatz.
Credit: APA
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