Österreich verändert sich – und der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund wächst beständig. Doch wie viele Personen mit ausländischem Geburtsort leben aktuell im Land wirklich? Und woher kommen sie? Die neuesten Zahlen verraten es, ganz ohne Panikmache, aber mit klaren Fakten.
Über zwei Millionen Menschen mit Migrationshintergrund
Laut aktuellen Daten leben zu Beginn des Jahres 2024 rund 2,038 Millionen Menschen in Österreich, die im Ausland geboren wurden. Das entspricht etwa 22,3 Prozent der Gesamtbevölkerung, berichtet unter anderem die Plattform Heute.at unter Berufung auf die offiziellen Statistiken. Das heißt: Jeder fünfte Österreicher hat seine Wurzeln nicht in Österreich selbst, sondern ist irgendwann aus einem anderen Land zugezogen.
Zuwanderung im Blick: Wer und wie viele?
Laut Bericht von oe24.at zogen im Vorjahr rund 178.600 Menschen nach Österreich ein, davon etwa die Hälfte aus EU- und EFTA-Staaten sowie Großbritannien (85.100 Personen). Die andere Hälfte (rund 79.900) kam aus Drittstaaten, also Ländern außerhalb dieser Ländergruppen. Gleichzeitig verließen aber auch viele Menschen Österreich wieder, wodurch das Netto-Wachstum bei der Zuwanderung moderat ausfiel.
Woher kommen die meisten?
Die Herkunftsländer sind vielfältig. Die größte Gruppe stellen Menschen aus EU-Staaten – insbesondere aus den Nachbarländern. Dazu kommen viele aus dem Balkan, der Türkei und weiteren Ländern, die in den letzten Jahrzehnten durch unterschiedliche Wanderungsbewegungen Einfluss auf die Bevölkerungsstruktur Österreichs hatten. Das Migrationsministerium gibt an, dass im Jahresdurchschnitt 2023 rund 2,4 Millionen Personen mit Migrationshintergrund in Österreich lebten – das entspricht etwa 26,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Damit zählt Österreich zu den Ländern mit vergleichsweise hohem Anteil an Zuwanderung in Europa.
Wie war die Lage vor 2015?
Vor rund zehn Jahren, zu Beginn des Jahres 2014, lag der Anteil der ausländisch geborenen Bevölkerung in Österreich bei etwa 16 Prozent. Das zeigt ein Rückblick auf die Daten von Statistik Austria. Zum Vergleich: 2024 sind es jetzt 22,3 Prozent – ein Anstieg um gut sechs Prozentpunkte in rund einem Jahrzehnt.
Der große Sprung kam mit der Flüchtlingskrise 2015. In diesem Jahr kamen deutlich mehr Asylsuchende nach Österreich, was die Zahlen merklich in die Höhe trieb. Beispielsweise stieg die Zahl der Zuwanderer sprunghaft an, was auch die öffentliche Debatte stark beeinflusste.
- 2014: Rund 1,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, ca. 16 Prozent der Bevölkerung
- 2024: Über 2 Millionen, 22,3 Prozent der Bevölkerung
Das entspricht einem Zuwachs von rund 500.000 Menschen mit Migrationshintergrund innerhalb von zehn Jahren. Die Entwicklung ist dokumentiert bei Statistik Austria und wird auch in den Medien wie OE24 und Heute.at breit ausgewertet.
Credits: APA
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