FPÖ-Parteiobmann Herbert Kickl hat am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite vor einer neuen Form des Online-Betrugs gewarnt: Deepfake-Videos und manipulierte Werbung, in denen Politikerinnen, Sportler oder Moderatoren genutzt werden, um Menschen zu täuschen und auf unseriöse Angebote zu lenken, so Kickl selbst in seinem Post. Dabei betont er, dass solche Inhalte nicht von ihm oder der FPÖ stammen und warnt ausdrücklich davor, auf entsprechende Links oder Buttons zu klicken.
Kickl schreibt:
„Achtung: Dahinter verbergen sich gefälschte Webseiten und Betrüger … ich würde Euch niemals dazu auffordern, irgendwelche Finanzprodukte zu kaufen bzw. in Anspruch zu nehmen.“
Wie die Masche funktioniert
Deepfakes sind künstlich erzeugte oder manipulierte Audio- und Videoaufnahmen, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt werden. Betrüger nutzen diese Technik, um bekannte Gesichter in völlig neue, täuschend echte Kontexte zu setzen – etwa in vermeintlichen Interviews oder Werbung für angeblich lukrative Investments. Solche Fälle wurden in Österreich zuletzt mehrfach dokumentiert: In einem gefälschten Gespräch sollen etwa der ehemalige Bundeskanzler Sebastian Kurz und Kickl über ein neues Investment-Tool diskutieren, in Wahrheit aber handelt es sich um einen Trick, um Vertrauen zu erwecken.
Solche Videos und Anzeigen verweisen auf oft gefälschte Plattformen, die mit unrealistischen Gewinnversprechen arbeiten. Nutzerinnen und Nutzer sollen dort Geld einzahlen, das sie jedoch kaum je wiedersehen. Um Druck aufzubauen, setzen die Täter gelegentlich auch künstliche Zeitlimits oder Eile-Botschaften ein – klassische Taktiken aus der Welt des Betrugs.
Experten: Skepsis ist Schutz
Sicherheitsorganisationen raten, bei solchen Angeboten besonders wachsam zu sein. Anzeichen für einen Deepfake können etwa unnatürliche Lippenbewegungen, seltsame Lichtreflexe oder monotone Sprache sein – Hinweise, dass es sich nicht um echtes Material handelt. Zudem sollte man niemals persönliche Daten oder Geld auf Plattformen eingeben, deren Seriosität nicht eindeutig belegt ist.
Weiters warnt etwa das Bundeskriminalamt (BKA) davor, dass Deepfake-Technik auch in anderen Betrugsvarianten eingesetzt wird, etwa um Video-Chats mit vermeintlichen Behörden oder Politikerinnen zu fälschen und so Geldforderungen zu stellen.
Credits: APA
Neueste Kommentare