Markus Marterbauer räumt beim SPÖ-Parteitag 2026 richtig ab. Der 62-jährige Finanzminister trat zum ersten Mal für eine Funktion in einem Gremium an und traf sofort voll ins Schwarze. Bei der Wahl zum Parteivorstand holte er unfassbare 99,66 Prozent der Stimmen. Damit lässt er die gesamte restliche Partei-Prominenz weit hinter sich.
Babler muss sich warm anziehen
Während Marterbauer auf der großen Erfolgswelle reitet, sieht es für den Parteichef etwas bescheidener aus. Wie der ORF berichtet, wurde Andreas Babler zwar ohne echte Konkurrenz als Parteichef bestätigt, kam aber nur auf 81,5 Prozent der Stimmen. Das ist ein solides Ergebnis, aber meilenweit von einem echten Triumph entfernt. Marterbauer hingegen zeigt eindrucksvoll, wie man die Basis hinter sich versammelt. Er teilt sich den Platz an der Sonne mit Regierungskoordinatorin Michaela Schmidt. Auch sie fuhr im Vorstand das gleiche traumhafte Ergebnis ein und entpuppte sich als absoluter Liebling der Basis.
Frust bei den Frauen und ein abgestürzter Kassier
Doch nicht alle gingen mit einem Lächeln nach Hause. Parteikassier Christoph Matznetter kassierte eine ordentliche Watsche der Delegierten. Im Präsidium schaffte er nur 89 Prozent, im Vorstand reichte es knapp für 93 Prozent. Der Grund für die miese Stimmung? Matznetter rückt im Nationalrat auf ein Mandat nach, wodurch die Frauenquote der Partei so weit sinkt, dass sogar ein Teil der Klubförderung flöten geht. Das sorgte für reichlich Wut. Die Wiener Delegierte Stefanie Grötz fand dazu klare Worte am Rednerpult: Die Männer in der Partei könnten froh sein, dass die Frauen nur Gleichberechtigung fordern und keine Rache üben.
Harter Sparkurs trotz Kritik
Trotz seines absoluten Traum-Ergebnisses steht Marterbauer auch unter Beschuss. So manch einer kritisiert seinen aktuellen Sparkurs als Finanzminister scharf. Seine enormen Zustimmungswerte am Parteitag geben ihm nun jedenfalls kräftigen Rückenwind, um diesen harten Kurs weiter durchzuziehen.
Quellen: oe24.at, ORF
Credits: APA
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