VW-Kahlschlag: 100.000 Jobs und vier Werke auf der Kippe

VW-Kahlschlag: 100.000 Jobs und vier Werke auf der Kippe

Volkswagen plant offenbar den größten Stellenabbau in der Konzerngeschichte. Ein neues Sanierungskonzept von CEO Oliver Blume sieht den Wegfall von bis zu 100.000 Stellen weltweit vor – und die Schließung von vier Werken.

Was das Manager Magazin enthüllt

Wie das Manager Magazin in einem exklusiven Bericht enthüllt, auf den t-online und die Berliner Zeitung verweisen, hat Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume dem Vorstand ein neues Sanierungskonzept vorgestellt. Demnach sollen weltweit bis zu 100.000 der aktuell rund 660.000 Konzernarbeitsplätze wegfallen – das entspricht etwa 15 Prozent der gesamten Belegschaft. Eine konkrete Zahl sei in dem zentralen Strategiepapier bewusst nicht genannt worden, berichtet t-online unter Berufung auf einen Insider: Man wolle sich damit Spielraum für die weitere Ausgestaltung des Programms lassen. VW selbst äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht.

Vier Werke vor dem Aus

Neben dem massiven Personalabbau sollen laut Manager Magazin mittelfristig vier Werke geschlossen werden, wie Berliner Zeitung und t-online übereinstimmend berichten. Betroffen wären die VW-Standorte Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. Die Schließungen sollen jeweils mit dem Auslaufen der dort produzierten Modelle vollzogen werden – also nicht sofort, sondern schrittweise.

Besonders symbolisch ist die drohende Schließung des Werks in Zwickau: Es war der erste VW-Standort, der ab Juni 2020 vollständig auf die Produktion von Elektrofahrzeugen umgestellt wurde – als Flaggschiff der Elektrostrategie des Konzerns. Ende 2025 beschäftigte das Werk laut Berliner Zeitung rund 8.000 Mitarbeiter.

Gewerkschaft spricht von „brutalem Kahlschlag“

Die Reaktion der Arbeitnehmervertreter fällt entsprechend scharf aus. Ein VW-Gewerkschafter bezeichnete das Ausmaß der geplanten Einschnitte laut oe24 als „brutalen Kahlschlag“. Schon in den Verhandlungen des vergangenen Herbstes war VW mit Werkschließungsplänen gescheitert – damals hatten Betriebsrat und Gewerkschaft IG Metall nach monatelangem Streit einen Kompromiss erzwungen, der ursprünglich geplante Schließungen zunächst abwandte.

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