Von Walter zu Waltraud: 130.000 Euro für umstrittenen Verein sorgt für Aufregung

Von Walter zu Waltraud: 130.000 Euro für umstrittenen Verein sorgt für Aufregung

Wien – Ein ehemaliger Rotlicht-Betreiber, der sich offiziell zur Frau umschreiben ließ, um in ein Frauengefängnis zu kommen und früher in Pension zu gehen, sorgt für Schlagzeilen. Doch der Fall „Waltraud“ ist nicht nur eine persönliche Geschichte, sondern auch ein Politikum. Der Verein „Courage“, der maßgeblich an der Geschlechtsänderung beteiligt war, erhält nun 130.000 Euro Förderung von der Stadt Wien – und die FPÖ ist empört.

Ein „Gefälligkeitsgutachten“ und die Folgen

Wie die „Krone“ berichtet, wurde die Geschlechtsänderung von Walter P., der sich nun Waltraud nennt, durch ein psychologisches Gutachten ermöglicht. Dieses Gutachten wurde von einem Psychologen erstellt, den der Verein „Courage“ selbst empfohlen hatte. FPÖ-Politiker Dominik Nepp und Leo Lugner kritisieren scharf: „Es gibt nur zwei Geschlechter: Mann und Frau. Dass die Stadt Wien einen Verein fördert, der in einen derart dubiosen Fall verwickelt ist, ist ein Schlag ins Gesicht jedes Steuerzahlers.“

Frühere Pension und Frauengefängnis

Der Fall hat nicht nur gesellschaftliche, sondern auch rechtliche Dimensionen. Laut „Heute“ konnte Waltraud durch die Änderung ihres Geschlechtseintrags nicht nur eine Haftstrafe im Frauengefängnis antreten, sondern auch vier Jahre früher in Pension gehen. Die FPÖ spricht von einem „System, das aus den Fugen geraten ist“.

Stadt Wien unter Beschuss

Die Entscheidung, dem Verein „Courage“ 130.000 Euro zu gewähren, wurde im Wiener Gemeinderat getroffen. Der Verein, der sich für LGBTIQ-Beratungen einsetzt, steht nun im Zentrum der Kritik. Wie „Heute“ berichtet, hat der Verein nicht nur das Gutachten organisiert, sondern auch aktiv an der Geschlechtsänderung mitgewirkt. FPÖ-Politiker Lugner bezeichnet das Gutachten als „Gefälligkeitsgutachten“ und fordert Konsequenzen.

Ermittlungen laufen

Das Innenministerium und das Bundeskriminalamt haben Ermittlungen eingeleitet. Wie die „Krone“ berichtet, wird geprüft, ob es sich bei dem Gutachten um eine strafbare Handlung handelt. Auch der Verdacht auf Sozialbetrug steht im Raum.


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