Von der Leyen: Zoll-Deal mit Trump vergeigt, aber Gehaltserhöhung um 5000 Euro!

Von der Leyen: Zoll-Deal mit Trump vergeigt, aber Gehaltserhöhung um 5000 Euro!

5000 Euro mehr – oder ein Gehaltsplus von 18 Prozent: So deutlich stieg die Gage der EU-Kommissionspräsidentin seit dem 1. Dezember 2019, als Ursula von der Leyen die Führung der Europäischen Kommission übernommen hat. Sie erhält damit das höchste Gehalt innerhalb der europäischen Institutionen: 360.000 Euro brutto. 2026 gibt’s wieder ein sattes Plus – trotz der Pleite beim Zoll-Abkommen.

Laut offiziellen Zahlen der EU-Kommission bezog von der Leyen bei ihrem Amtsantritt im Dezember 2019 ein monatliches Grundgehalt von rund 27.400 Euro brutto, basierend auf 138 % des höchsten Grundgehalts im EU-Beamtenbesoldungssystem (Dienstgrad AD16, Stufe 3). Dazu kommen Zulagen für Wohnsitz, Repräsentation und sonstige Spesen, die das Monatsgehalt auf bis zu 28.300 Euro ansteigen ließen.

Mit den jährlichen Anpassungen an die Inflation ist das Einkommen der Kommissionspräsidentin kontinuierlich gewachsen. 2024 wurde das Gehalt rückwirkend um 4,1 % erhöht. Im April 2025 folgte eine weitere Anpassung um 1,2 %, wodurch ihr Monatsbezug laut offiziellen Berechnungen auf knapp 28.800 Euro stieg. Für das Jahr 2026 ist bereits die nächste Stufe der Gehaltserhöhung fixiert: Im April erfolgt eine erste Anpassung um 0,6 %, im Juli dann eine weitere um 3,4 %. Damit dürfte von der Leyens Gehalt im Sommer 2026 die Schwelle von rund 29.900 Euro brutto pro Monat erreichen.

Gehaltserhöhung um 18 Prozent

Insgesamt ergibt das einen Gehaltsanstieg von 5000 Euro brutto monatlich innerhalb von sechseinhalb Jahren – ein Plus von knapp 18 % seit Amtsantritt. Umgelegt auf ein Jahr bedeutet das ein Bruttojahresgehalt von fast 360.000 Euro, wobei EU-Spitzenfunktionäre ihre Einkommen nicht den nationalen Steuersystemen unterwerfen, sondern einer internen EU-Steuerpflicht unterliegen. Das tatsächliche Nettoeinkommen fällt dadurch in der Regel wesentlich günstiger aus als bei vergleichbaren nationalen Positionen.

Die Debatte über die Gehälter von EU-Spitzenpolitikern wird auch durch die viel kritisierte Performance der EU-Kommissionspräsidentin bei den Zoll-Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump in Schottland befeuert. Befürworter der hohen Bezüge argumentieren, dass die Gagen dem internationalen Vergleich standhalten und mit der hohen Verantwortung korrespondieren. Kritiker hingegen bemängeln, dass die Erhöhungen wenig Sensibilität für die wirtschaftliche Realität vieler EU-Bürger zeigten.

Ursula von der Leyen zählt jedenfalls zu den bestbezahlten Politikerinnen Europas – und das mit wachsendem Abstand. Sollte sie ihr volles Mandat bis 2029 ausüben, wird ihr Gehalt auch in den kommenden Jahren weiter steigen, gemäß dem EU-Mechanismus zur Inflationsanpassung automatisch jedes Jahr.

Credit: APA

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