Von der Leyen und Trump: Schluss mit russischer Energie?

Von der Leyen und Trump: Schluss mit russischer Energie?

EU-Chefin Ursula von der Leyen setzt auf Tempo! Die Europäische Union soll schneller unabhängig von russischen Öl- und Gaslieferungen werden. In einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump sprach sie über härtere Sanktionen und ein beschleunigtes Ende der Energieimporte aus Russland.

„Gutes Gespräch“ mit Trump

Am Dienstagabend teilte von der Leyen auf der Plattform X (ehemals Twitter) mit, dass sie ein „gutes Gespräch“ mit Trump geführt habe. Dabei ging es um die Verstärkung der gemeinsamen Bemühungen, den wirtschaftlichen Druck auf Russland zu erhöhen. Laut von der Leyen plant die EU, bald ein 19. Sanktionspaket vorzulegen. Dieses soll sich unter anderem gegen Kryptowährungen, Banken und den Energiesektor richten.

„Die Einnahmen aus dem Handel mit fossilen Brennstoffen finanzieren das Blutvergießen in der Ukraine“, erklärte die EU-Chefin. Deshalb sei es notwendig, den Ausstieg aus russischen Energieimporten zu beschleunigen.

Trump fordert klare Kante

US-Präsident Trump hatte bereits vergangene Woche eine klare Ansage gemacht: Europa müsse den Kauf von Öl und Gas aus Russland komplett einstellen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: „Ich bin bereit, umfassende Sanktionen gegen Russland zu verhängen, wenn alle Nato-Staaten sich darauf geeinigt haben, dasselbe zu tun.“ Trump kritisierte, dass Europa weiterhin Milliarden für russische Energie zahle und damit Putins Kriegskasse fülle.

Wer blockiert den Ausstieg?

Trotz der Bemühungen gibt es innerhalb der EU noch Widerstand. Besonders Ungarn und die Slowakei setzen weiterhin auf russische Rohstofflieferungen. Auch Frankreich, Spanien und Belgien importieren Flüssiggas und zahlten 2024 zusammen 6,3 Milliarden Euro dafür.

Nach Angaben der EU wurde der Anteil russischer Gasimporte bis 2024 auf elf Prozent gesenkt. Bis Ende 2027 soll der Import von russischem Öl und Gas komplett eingestellt werden. Doch von der Leyen will diesen Zeitplan nun deutlich verkürzen. Ob sie Erfolg hat, hängt davon ab, ob alle EU-Staaten mitziehen.

Quelle: BILD
Credits:APA

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