Volksschule unter Wasser: Neunjährige verursachen 250.000 Euro Schaden

Volksschule unter Wasser: Neunjährige verursachen 250.000 Euro Schaden

Ein Freitagnachmittag, ein Waschbeckenventil und ein langes Wochenende — das reichte in Leobendorf für eine Katastrophe. Drei Volksschüler haben ihre Schule so gründlich geflutet, dass der Schaden auf eine Viertelmillion Euro angewachsen ist.

Das Wasser floss — und floss — und floss

Wie oe24 unter Berufung auf Bürgermeisterin Magdalena Batoha (ÖVP) und einen Bericht der Niederösterreichischen Nachrichten berichtet, hantierte eine Gruppe von drei Schülern im Alter von neun bis zehn Jahren an einem Freitagnachmittag an einem Ventil des Waschbeckens in einem Klassenzimmer der Volksschule Leobendorf im Bezirk Korneuburg. Zunächst floss scheinbar kein Wasser — doch der Druck öffnete nachträglich einen weiteren Verschluss. Über das gesamte Wochenende strömte unkontrolliert Wasser durch das Klassenzimmer. Als am Montagmorgen die Schule wieder öffnete, stand alles unter Wasser.

Parkett aufgestellt, Decken durchnässt, drei Klassen gesperrt

Das Ausmaß der Schäden ist erheblich. Wie oe24 berichtet, wurde vor allem der Parkettboden stark beschädigt — er hat sich stellenweise aufgestellt. Holzmöbel wie Tischbeine wurden durchfeuchtet. Das Wasser tropfte zudem durch die Decke in darunterliegende Klassen und verursachte auch dort Schäden. Die Versicherung schätzt den Gesamtschaden mittlerweile auf rund 250.000 Euro.

Drei Klassen sind seither gesperrt und können nicht mehr regulär genutzt werden. Die betroffenen Schüler wurden vorübergehend an anderen Standorten untergebracht. Eine Fachfirma hat bereits mit den Sanierungsarbeiten begonnen — bis zur vollständigen Wiederherstellung wird es jedoch noch geraume Zeit dauern.

Schule zeigt sich pragmatisch — Konsequenzen überließ man den Eltern

Bürgermeisterin Batoha blieb bei ihrer Stellungnahme gegenüber noe.ORF.at bemerkenswert nüchtern: „Aber wir haben improvisiert. Und es ist ja bald Schulschluss.“ Die Konsequenzen für die drei Buben zog offenbar nicht die Schule, sondern das Elternhaus: „Die Konsequenzen dürften die Eltern gezogen haben — dort hat es wohl entsprechende deutliche Worte gegeben.“

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x