Sturm vor Šolta: Österreichischer Skipper seit Sonntag vermisst

Sturm vor Šolta: Österreichischer Skipper seit Sonntag vermisst

Ein Ausflug mit sechs Landsleuten endete für einen 46-jährigen Österreicher im Unglück: Beim Versuch, ein verhedderes Seil zu lösen, wurde er bei stürmischer See von seinem eigenen Katamaran gerissen. Seither läuft vor der kroatischen Insel Šolta eine Großfahndung – die Chancen, ihn noch lebend zu finden, schwinden von Stunde zu Stunde.

Ein Wendemanöver bei rauer See

Der Unfall ereignete sich laut übereinstimmenden kroatischen Medienberichten am Sonntag gegen 9.10 Uhr Ortszeit, rund sechs Seemeilen vor Šolta. Der Leiter des Sicherheitsdienstes beim Hafenkapitänat Split, Ivan Paušić, schilderte den Ablauf gegenüber dem Portal Nacional.hr: Der Skipper habe versucht, ein Tau zu überprüfen, das sich um die Schiffsschraube gewickelt hatte. Bei Wellen von rund zweieinhalb Metern Höhe und Windstärke drei bis vier sei er dabei ins Meer gerissen worden. Die sechs Passagiere an Bord hätten versucht, ihm ein Seil zuzuwerfen, doch nach wenigen Minuten sei er aus ihrem Blickfeld verschwunden, so Paušić weiter.

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Die Suchaktion im Detail

Wie das kroatische Ministerium für Meer, Verkehr und Infrastruktur in einer offiziellen Mitteilung bekanntgab, ging die Meldung um 9.10 Uhr bei der nationalen Seenotrettungszentrale MRCC Rijeka ein. Wegen der äußerst ungünstigen Wetterbedingungen wurden umgehend alle verfügbaren Kräfte mobilisiert: zwei Rettungsboote der Hafenmeisterei Milna, ein weiteres der Zweigstelle Hvar sowie drei Schiffe der See- und Flughafenpolizei Split. In Zusammenarbeit mit der Küstenwache kam zusätzlich ein Flugzeug vom Typ Pilatus zum Einsatz, das seit 11.42 Uhr das Suchgebiet überflog, wie auch das Portal Net.hr bestätigt. Am Montag wurde die Suche fortgesetzt und um eine Drohne erweitert.

Die anderen Urlauber blieben unverletzt

Der havarierte Katamaran mit den sechs verbliebenen Passagieren an Bord konnte von den Einsatzkräften rasch geortet werden – alle sechs blieben unverletzt, wie sowohl das Ministerium als auch das Portal Glas Istre bestätigen. Sämtliche sechs Passagiere sind ebenso wie der vermisste Skipper österreichische Staatsbürger. Die Charterfirma organisierte in der Folge einen Ersatzskipper, der in Abstimmung mit der Rettungsleitstelle das Kommando über das Boot übernahm. Die Gruppe war laut den kroatischen Berichten am Samstag von Trogir aus Richtung Maslinica auf Šolta aufgebrochen und wollte ursprünglich weiter nach Hvar und Korčula segeln; nun kehrt das Boot mit der Besatzung Richtung Trogir zurück.

Sinkende Erfolgsaussichten

Nach eigenen Angaben unterbrachen die Rettungskräfte die Suche am Sonntagabend vorübergehend, ohne bis dahin eine Spur des Vermissten gefunden zu haben, wie Net.hr berichtet. Paušić betonte gegenüber der Zeitung Nacional, wie die Erfolgsaussichten einer Rettung nun einzuschätzen seien, hänge maßgeblich vom psychophysischen Zustand der Person ab. Die Wetterprognose für die kommenden Stunden verspricht keine Besserung: Für das Gebiet rund um Split und Šolta wird laut Net.hr mit auffrischendem Wind und Regen gerechnet, was die Suche zusätzlich erschwert.

Credist: Screenshot X

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