Während im Nationalrat über die Zukunft des Klimas diskutiert wurde, sorgte Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) für einen Eklat. Statt sich der Debatte zu stellen, wurde er in der Parlamentskantine gesichtet – ein Fauxpas, der die Grünen auf die Barrikaden brachte. „Das ist eine Missachtung des Parlaments!“, wetterte Grünen-Abgeordnete Sigrid Maurer laut Krone.
Europastunde ohne den Vizekanzler
Die Grünen hatten die Europastunde beantragt, um mit Babler über die EU-Klimaziele zu sprechen. Doch der Vizekanzler ließ sich von Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) vertreten. Laut Heute war Babler zwar im Hohen Haus anwesend, jedoch nicht im Plenarsaal, sondern in der Kantine. „Während wir hier diskutieren, trinkt er Kaffee – das ist respektlos!“, empörte sich Maurer.
SPÖ verteidigt Babler
Die SPÖ wies die Vorwürfe zurück. Babler habe Termine im Parlament wahrgenommen und sei nicht verpflichtet gewesen, an der Debatte teilzunehmen. Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) bestätigte dies laut Die Presse. Dennoch bleibt die Frage: Warum war Babler im Gebäude, aber nicht im Saal?
Grüne fordern Konsequenzen
Die Grünen kündigten an, das Thema in die nächste Präsidiale zu bringen. „Das Verhalten des Vizekanzlers ist inakzeptabel“, so Maurer weiter. Auch Grünen-Abgeordneter Lukas Hammer kritisierte Babler scharf: „Das zeigt, wie wenig Interesse er an Klimaschutz hat.“
Quellen: Krone, Heute, Die Presse
Credits: APA
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