Das Vertrauen der Bevölkerung in ihre Spitzenvertreter befindet sich im freien Fall. Die wichtigste Währung eines Politikers scheint massiv an Wert zu verlieren. Eine aktuelle Umfrage zeichnet ein düsteres Bild für die gesamte politische Elite des Landes – von links bis rechts.
Dramatischer Absturz für alle Top-Politiker
Wie oe24 unter Berufung auf das neueste Polit-Radar der Lazarsfeld-Gesellschaft berichtet, gibt es in der aktuellen Vertrauensfrage nur Verlierer. Die wöchentliche Erhebung (1.000 Befragte vom 29. bis 30. September 2025) zeigt einen kollektiven Absturz, der quer durch alle Parteien geht.
Selbst Bundespräsident Alexander Van der Bellen, lange Zeit ein Fels in der Brandung der öffentlichen Meinung, bleibt nicht verschont. Er verliert drei Prozentpunkte und fällt auf einen Vertrauenswert von 37 Prozent. Damit ist er zwar immer noch der vertrauenswürdigste Politiker des Landes, doch der Trend zeigt klar nach unten.
Auch Kickl verliert, Babler am Tiefpunkt
Auch FPÖ-Chef Herbert Kickl, der in vielen anderen Umfragen als strahlender Sieger dasteht, muss einen herben Dämpfer hinnehmen. Er verliert laut der Umfrage sogar vier Prozentpunkte an Vertrauen. Mit 28 Prozent Zustimmung hat er zwar nur den Bundespräsidenten vor sich, doch die Kehrseite ist brutal: Eine klare Mehrheit von 60 Prozent der Befragten misstraut ihm zutiefst.
Noch schlechter sieht es für SPÖ-Chef Andreas Babler aus. Er verliert ebenfalls drei Punkte und landet bei einem desaströsen Vertrauenswert von nur 17 Prozent. Damit liegt er nur noch knapp vor Grünen-Chefin Leonore Gewessler, der lediglich 16 Prozent der Österreicher vertrauen. Mit 61 Prozent Misstrauen ist Babler sogar der Politiker, dem die Bevölkerung am skeptischsten gegenübersteht, wie die Daten der Lazarsfeld-Gesellschaft belegen. Auch Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) teilt das Schicksal seiner Kollegen und verzeichnet einen Verlust von drei Prozentpunkten.
Generelles Misstrauen gegenüber Parteien
Der Vertrauensverlust beschränkt sich nicht nur auf die Personen an der Spitze. Auch die Parteien selbst haben zu kämpfen. Laut der Erhebung verliert die FPÖ als Partei drei Prozentpunkte an Vertrauen und liegt nun bei 28 Prozent. Zwar können ÖVP und NEOS leicht zulegen, doch das generelle Bild bleibt ernüchternd: Allen Parteien schlägt mehr Misstrauen als Vertrauen entgegen. Dieses Ergebnis spiegelt eine tiefe Verunsicherung und wachsende Distanz zwischen den Wählern und der politischen Klasse wider.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
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