Die Debatte rund um Lena Schillings Abtreibungskampagne hat eine neue Runde eingeläutet: ÖVP-Nationalratsabgeordnete Claudia Bauer nimmt die Grünen-EU-Parlamentarierin in einem Video scharf in die Mangel.
Was Bauer kritisiert
Nachdem Lena Schilling zuletzt gemeinsam mit dem Verein „Changes for Women“ eine Demo für kostenlose Schwangerschaftsabbrüche in Wien mitorganisiert und 7.000 Euro an den Verein gespendet hatte, meldet sich die ÖVP zu Wort. Wie exxpress berichtet, stellte Bauer in einer Videobotschaft zunächst klar, dass sie an der seit 1975 gültigen Fristenregelung nicht rütteln wolle und sich grundsätzlich für einen österreichweiten Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen ausspreche.
Dann folgt die Kritik: Schilling und ihre Mitstreiter nutzten ihre Reichweite falsch. Statt über Frauenberatungsstellen, Schutzeinrichtungen für Gewaltopfer, anonyme Geburt, Babyklappen oder Adoption zu informieren, werde Frauen „nahezu ausschließlich zur Abtreibung geraten“, so Bauer laut exxpress.
„Keine Verhütungsmethode“
Ihren schärfsten Satz reserviert Bauer für das Ende ihrer Stellungnahme: „Abtreibungen quasi zur kostenlosen Verhütungsmethode zu erklären, ist keine Lösung. Es ist maximal eine Verhöhnung von Frauen und Mädchen, die ohnehin schon in einer extrem schwierigen Situation sind.“
Credits: BKA / Regina Aigner
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