Ein Notruf einer 16-Jährigen hat in Wien-Fünfhaus zu einem größeren Polizeieinsatz geführt. Ein 26-jähriger Mann wurde festgenommen, nachdem zwei gleichaltrige Mädchen angegeben hatten, in einer Wohnung Opfer einer Vergewaltigung geworden zu sein.
Der Einsatz und die Festnahme
Wie oe24 berichtet, gab das Mädchen bei ihrem Notruf an, gemeinsam mit ihrer gleichaltrigen Freundin in einer Wohnung vergewaltigt worden zu sein. Nachdem die Polizei den genauen Aufenthaltsort ermittelt hatte, nahmen Einsatzkräfte der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) einen 26-jährigen afghanischen Staatsangehörigen im Stiegenhaus des betreffenden Hauses fest. Die beiden Jugendlichen wurden zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.
Mehrere Tage zuvor als abgängig gemeldet
Nach bisherigen Ermittlungserkenntnissen waren die beiden 16-Jährigen bereits seit Anfang August aus einer Wohneinrichtung abgängig gewesen. Sie sollen sich gemeinsam mit weiteren Bekannten in der betreffenden Wohnung aufgehalten haben, um Suchtmittel wie Kokain und Crystal Meth zu konsumieren. Bei der Durchsuchung der Wohnung stellten die Beamten zusätzlich ein Säckchen mit einer bislang unbekannten Substanz sicher. Ob diese im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Tatgeschehen steht, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Verdächtiger schweigt, Ermittlungen laufen
Der 26-Jährige machte bei seiner polizeilichen Einvernahme keine Angaben zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen führt das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle West. Für den Beschuldigten gilt bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Die mutmaßlichen Opfer befanden sich zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch zur Ausnüchterung im Spital.
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