Van der Bellen fordert Gedenkort für NS-Opfer: Ein Ort, der Geschichte schreibt!

Download von www.picturedesk.com am 10.01.2025 (18:39). ABD0032_20250106 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA0202 VOM 6.1.2025 - Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Montag, 06. Jänner 2025, anlässlich eines Statements in der Präsidentschaftskanzlei in Wien. BP Van der Bellen beauftragt FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl mit der Regierungsbildung. - FOTO: APA/TOBIAS STEINMAURER - 20250106_PD4195 - Rechteinfo: Rights Managed (RM)
Van der Bellen fordert Gedenkort für NS-Opfer: Ein Ort, der Geschichte schreibt!

Wien – Es war ein denkwürdiger Moment im Parlament: Bundespräsident Alexander Van der Bellen sprach bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und setzte ein starkes Zeichen gegen das Vergessen. „Wir brauchen einen Ort des würdigen Gedenkens für alle Opfergruppen des Nationalsozialismus“, forderte er in seiner emotionalen Rede.

Ein Ort wie ein Grabstein – ohne Grab

Van der Bellen, der für seine klaren Worte bekannt ist, betonte die Bedeutung eines solchen Gedenkortes: „Für viele Nachkommen könnte dieser Ort die Funktion eines Grabsteins übernehmen, wo es kein tatsächliches Grab gibt.“ Der Bundespräsident warnte eindringlich vor dem Wiederaufleben von Antisemitismus und Rassismus. „Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich“, mahnte er und verwies auf die zunehmende Gewalt und Irrationalität weltweit.

Wie oe24.at berichtet, würdigte Van der Bellen den Nationalfonds als „Brückenbauer“, der in den letzten drei Jahrzehnten unermüdlich daran gearbeitet habe, das Leid der Opfer anzuerkennen und die Erinnerung wachzuhalten. „Anerkennung des Leids ist zur Linderung des Traumas unerlässlich“, so der Bundespräsident.

„Nie wieder“ – mehr als nur Worte

Der Zweite Nationalratspräsident Peter Haubner (ÖVP) fand klare Worte gegen Antisemitismus: „Antisemitismus gefährdet nicht nur das Leben von Jüdinnen und Juden, sondern unsere gesamte Demokratie.“ Das oft zitierte „Nie wieder“ dürfe keine leere Floskel bleiben, sondern müsse ein Auftrag an Staat und Gesellschaft sein.

Ein Blick zurück: 30 Jahre Nationalfonds

Der Nationalfonds wurde 1995 ins Leben gerufen, um die besondere Verantwortung Österreichs gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus zu unterstreichen. Seitdem hat er unzählige Projekte gefördert, die zur Erinnerung und Sensibilisierung beitragen. Wie oe24.at berichtet, waren bei der Feier auch prominente Vertreter der Opfergruppen anwesend, darunter Oskar Deutsch, Präsident der israelitischen Kultusgemeinde Wien.

Credits: APA

Quelle: oe24

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