Van der Bellen beim Papst: Friedensgipfel im Vatikan

Van der Bellen beim Papst: Friedensgipfel im Vatikan

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat den Vatikan besucht und dort Papst Leo XIV. zu einer Privataudienz getroffen. Das Gespräch dauerte deutlich länger als ursprünglich geplant und widmete sich den ganz großen Krisen unserer Zeit.

Tiefe Gespräche über die Konflikte der Welt

Nach dem Treffen zeigte sich das österreichische Staatsoberhaupt tief beeindruckt. Wie bundespraesident.at berichtet, nannte Van der Bellen den Pontifex einen „Menschen des Friedens“, der voller Überzeugung für Hoffnung und Zuversicht einsteht. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die internationalen Brennpunkte. Laut oe24.at lag der Fokus vor allem auf der dramatischen Situation im Nahen Osten. Aber auch der anhaltende Krieg in der Ukraine, die globale Migration und der Dialog der Religionen waren wichtige Themen.

Wie katholisch.at dazu festhält, sprachen beide Seiten auch über die traditionell engen und guten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Österreich. Der Papst zeigte dabei starkes Interesse an der aktuellen Lage in Österreich.

Ein echter Rekord für den Bundespräsidenten

Mit dieser Rom-Reise schreibt Alexander Van der Bellen ein kleines Stück Geschichte. Wie meinbezirk.at berichtet, ist er der erste österreichische Bundespräsident, der während seiner Amtszeit gleich drei Privataudienzen im Vatikan absolviert hat. 2017 und 2021 traf er noch Papst Franziskus, nun folgte die erste Begegnung mit Papst Leo XIV., der erst seit rund zehn Monaten an der Spitze der katholischen Kirche steht.

Die rot-weiß-rote Delegation reiste natürlich nicht mit leeren Händen an. Als Gastgeschenke überreichte man dem Papst eine Kopie der Mariazeller Gnadenstatue, ein original Lipizzaner-Hufeisen und eine finanzielle Spende für Sozialzwecke. Dieses Geld geht laut katholisch.at direkt an die Diözese Chiclayo in Peru, in der Leo XIV. früher als Bischof wirkte.

Dichtes Programm und eine Einladung

Die Visite im Vatikan war der Höhepunkt eines intensiven zweitägigen Aufenthalts. Wie suedtirolnews.it schreibt, traf sich Van der Bellen bereits am Vortag mit dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella. Gemeinsam eröffneten sie eine große Kunstausstellung im Palazzo Cipolla und diskutierten über die globale Sicherheitslage. Begleitet wurde der Bundespräsident bei seinen Terminen unter anderem von seiner Frau Doris Schmidauer, Europaministerin Claudia Bauer und Verkehrsminister Peter Hanke.

Bevor sich die Wege im Vatikan wieder trennten, sprach Van der Bellen noch eine offizielle Einladung aus. Er lud Papst Leo XIV. herzlich zu einem baldigen Besuch nach Österreich ein.

Quelle: oe24.at, katholisch.at, bundespraesident.at, meinbezirk.at, suedtirolnews.it
Credits: APA

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