USA ziehen sich aus internationalen Organisationen zurück: Trumps „America First“-Strategie in Aktion

USA ziehen sich aus internationalen Organisationen zurück: Trumps „America First“-Strategie in Aktion

US-Präsident Donald Trump hat den Rückzug der Vereinigten Staaten aus 66 internationalen Organisationen angeordnet. Diese Entscheidung, die am Mittwoch durch ein Dekret offiziell gemacht wurde, markiert einen weiteren Schritt in Trumps „America First“-Strategie. Laut dem Weißen Haus dienen die betroffenen Organisationen nicht mehr den Interessen der USA.

Welche Organisationen sind betroffen?

Von den 66 Organisationen stehen 31 in Verbindung mit den Vereinten Nationen. Dazu gehören unter anderem die UN-Kulturorganisation UNESCO, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA). Auch das Umweltabkommen UN Framework Convention on Climate Change, das als Grundlage des Pariser Klimaabkommens gilt, ist betroffen. Weitere Organisationen, wie das International Institute for Democracy and Electoral Assistance, das sich für demokratische Prozesse weltweit einsetzt, stehen ebenfalls auf der Liste.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, begründet Trump den Rückzug damit, dass diese Institutionen „radikale Klimapolitiken, globale Governance und ideologische Programme“ fördern, die den Interessen der USA widersprechen. US-Außenminister Marco Rubio sprach auf der Plattform X von „antiamerikanischen, nutzlosen oder verschwenderischen internationalen Organisationen“1.

Kritik an Multilateralismus

Trumps Skepsis gegenüber multilateralen Institutionen ist nicht neu. Bereits in seiner ersten Amtszeit zog er die USA aus dem Pariser Klimaabkommen und der UNESCO zurück. Auch die Finanzierung vieler UN-Organisationen wurde drastisch gekürzt. Laut der deutschen Nachrichtenseite Tagesschau sieht die Trump-Regierung in diesen Organisationen eine Bedrohung für die Souveränität und den Wohlstand der Vereinigten Staaten.

Die Entscheidung, sich aus dem UN-Klimarahmenabkommen zurückzuziehen, hat international für Aufsehen gesorgt. Manish Bapna, Präsident des Natural Resources Defense Council, betonte gegenüber Reuters, dass die USA das erste Land seien, das sich aus diesem Abkommen zurückzieht. „Andere Nationen erkennen die wirtschaftlichen und moralischen Vorteile, die mit einer Teilnahme verbunden sind“, so Bapna.

Auswirkungen und Reaktionen

Die Anordnung sieht vor, dass der Rückzug so schnell wie möglich umgesetzt wird. Dies könnte bedeuten, dass die USA ihre finanzielle Unterstützung für die betroffenen Organisationen einstellen oder ihre Mitgliedschaft beenden. Laut n-tv.de argumentiert die US-Regierung, dass viele dieser Institutionen von Ideologie geprägt seien und sich von ihren ursprünglichen Zielen entfernt hätten.

Die Vereinten Nationen haben bisher nicht offiziell auf die Ankündigung reagiert, planen jedoch ein Statement. Kritiker befürchten, dass der Rückzug der USA die internationale Zusammenarbeit in Bereichen wie Klimaschutz, Geschlechtergerechtigkeit und globaler Sicherheit erheblich schwächen könnte.

Quelle: oe24.at
Credits: APA

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x