Union rutscht wieder hinter die AfD – Merz verliert massiv an Rückhalt

Union rutscht wieder hinter die AfD – Merz verliert massiv an Rückhalt

Die schwarz-rote Koalition gerät zunehmend unter Druck. Laut aktueller INSA-Umfrage fällt die Union zurück, während die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz auf einen Tiefpunkt stürzt.

AfD wieder stärkste Kraft

Die politische Stimmung in Deutschland verschlechtert sich weiter für die Regierungsparteien. Wie die Weltwoche unter Berufung auf die aktuelle INSA-Umfrage für die Bild-Zeitung berichtet, verliert die Union einen Prozentpunkt und kommt nur noch auf 25 Prozent. Damit rutscht CDU/CSU erneut hinter die AfD, die stabil bei 26 Prozent verharrt und damit wieder stärkste Kraft ist.

Erst in der Vorwoche hatte es die Union geschafft, mit der AfD gleichzuziehen – zum ersten Mal seit September 2025. Dieses Zwischenhoch erwies sich jedoch als Strohfeuer.

Merz‘ Beliebtheit im freien Fall

Besonders dramatisch entwickeln sich die persönlichen Werte des Bundeskanzlers. Nur noch 23 Prozent der Befragten zeigen sich mit der Arbeit von Friedrich Merz zufrieden – ein Minus von fünf Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Erhebung vor zwei Wochen. Die Unzufriedenheit stieg gleichzeitig auf 67 Prozent.

„Das Zwischenhoch vom Jahresanfang war aus Sicht der Befragten nicht nachhaltig genug“, kommentierte INSA-Chef Hermann Binkert gegenüber der Bild die Entwicklung.

Regierung verliert an Vertrauen

Auch die schwarz-rote Bundesregierung insgesamt wird zunehmend kritisch gesehen. Nur noch 22 Prozent bewerten deren Arbeit positiv – ein Rückgang um drei Prozentpunkte. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) äußern sich hingegen negativ über die Regierungsleistung.

Koalition ohne Mehrheit

Die SPD verharrt bei 16 Prozent und kann damit nicht von den Verlusten der Union profitieren. Für eine parlamentarische Mehrheit wären mindestens 44 Prozent nötig – die schwarz-rote Koalition erreicht zusammen jedoch nur 41 Prozent.

Binkert analysierte: „Da die Zahlen für die SPD zumindest stabil bleiben, kann man außerdem ablesen, dass insbesondere Wähler, die der Union näher sind, die Regierungsarbeit zunehmend skeptisch beurteilen.“

Grüne und Linke stabil, BSW und FDP draußen

Die Grünen bleiben unverändert bei 11 Prozent, die Linke bei 10 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (4 Prozent) und die FDP (3 Prozent) würden erneut an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Weitere 5 Prozent entfallen auf sonstige Parteien.

Für die repräsentative Umfrage befragte INSA zwischen dem 2. und 6. Februar 1.202 Wahlberechtigte in Deutschland. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt bei rund 2,9 Prozentpunkten.

Quellen: Weltwoche, Bild, INSA, dpa, T-Online, Watson

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x