Unimarkt vor dem Aus: 620 Jobs in Gefahr!

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Unimarkt vor dem Aus: 620 Jobs in Gefahr!

Ein Schock für die österreichische Handelslandschaft: Der Lebensmittelhändler Unimarkt zieht sich nach 50 Jahren vom Markt zurück. Über 600 Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft.

Ein Traditionsunternehmen am Ende

Nach einem halben Jahrhundert ist Schluss: Unimarkt, der Lebensmittelhändler mit Sitz in Traun, will alle seine 90 Filialen verkaufen. Betroffen sind 120 Beschäftigte in der Zentrale und 500 in den Filialen. Wie Geschäftsführer Andreas Hämmerle erklärte, sollen die Standorte an Mitbewerber übergeben werden, um Arbeitsplätze und die Nahversorgung in ländlichen Gebieten zu sichern. „Wir haben den Rückhalt der Finanzierungspartner und gehen diesen Schritt verantwortungsbewusst“, so Hämmerle.

Wirtschaftliche Schieflage und harte Entscheidungen

Die Entscheidung kommt nicht aus heiterem Himmel. Bereits in den letzten Jahren kämpfte Unimarkt mit Problemen: Onlineshops wurden geschlossen, und die 24-Stunden-Selbstbedienungs-UNIBoxen scheiterten an rechtlichen Hürden. Der Marktanteil von nur zwei Prozent und die Kaufzurückhaltung der Kunden setzten dem Unternehmen zusätzlich zu. „Wir können die makroökonomische Konstellation nicht verändern“, erklärte Hämmerle.

Hoffnung für die Standorte?

Bis Jahresende soll entschieden sein, welche Händler die Filialen übernehmen. Das Interesse sei groß, da neue Standorte aufgrund der Raumordnung schwer zu eröffnen sind.

„Wir gehen davon aus, den allergrößten Teil der Standorte weiterzugeben“

, betonte Hämmerle. Ein „Cherry-Picking“ – also das Herauspicken der besten Standorte – soll es nicht geben.

Gewerkschaft schlägt Alarm

Die Gewerkschaft GPA fordert einen Sozialplan und warnt die Beschäftigten davor, voreilig Verträge zu unterschreiben. „Unterschreiben Sie nichts, ohne es vorher prüfen zu lassen!“, appellierte GPA-Vorsitzende Barbara Teiber. Noch diese Woche sollen Gespräche mit der Geschäftsführung beginnen, um Klarheit für die Mitarbeiter zu schaffen.

Kritik an der Politik

Der Handelsverband macht die Politik mitverantwortlich für das Aus von Unimarkt. „Die ständige Kritik an hohen Preisen und das Händler-Bashing waren der Sargnagel“, heißt es in einer Aussendung. Der Handel sei nicht Verursacher, sondern selbst Opfer der Teuerungskrise.

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