Umfrage: FPÖ verliert leicht, ÖVP wieder bei 20 Prozent, SPÖ bleibt im Tief

Umfrage: FPÖ verliert leicht, ÖVP wieder bei 20 Prozent, SPÖ bleibt im Tief

Die FPÖ bleibt klar vorne, gibt aber zwei Punkte ab. Die ÖVP erholt sich ein wenig, die SPÖ kommt nicht vom Fleck – und die Grünen rücken ihr bedrohlich nahe. Das zeigt die aktuelle Sonntagsfrage der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24. Für die Dreierkoalition bleibt die Lage trotzdem düster.

Die Zahlen

Wäre am Sonntag Nationalratswahl, käme die FPÖ laut Lazarsfeld auf 38 Prozent, zwei Punkte weniger als vor einer Woche. Die ÖVP legt um einen Punkt auf 20 Prozent zu, die SPÖ verharrt bei 14 Prozent. Die Grünen kommen auf 13 Prozent, ebenfalls ein Plus von einem Punkt. Die NEOS liegen bei 6 Prozent, die KPÖ würde mit 4 Prozent den Einzug in den Nationalrat schaffen. Befragt wurden laut oe24 2.000 Personen zwischen 12. und 20. Oktober, die maximale Schwankungsbreite liegt bei 2,2 Prozentpunkten.

SPÖ unter Druck von links

Für die SPÖ ist das Ergebnis aus mehreren Gründen unangenehm. Mit 14 Prozent bleibt sie auf ihrem Tiefststand in dieser Umfragereihe. Die Grünen liegen nur noch einen Punkt dahinter, und mit der KPÖ wäre eine weitere linke Partei im Parlament vertreten. oe24 führt die schwachen Werte auf die Krise rund um den schrittweisen Rückzug von Parteichef Andreas Babler zurück. Fix ist bisher nur, dass Finanzminister Markus Marterbauer Anfang 2027 das Vizekanzleramt übernimmt, wer die Partei künftig führt, soll ein Parteitag im Frühjahr entscheiden.

ÖVP wieder bei 20 Prozent

Die ÖVP von Bundeskanzler Christian Stocker erreicht dagegen wieder die psychologisch wichtige 20-Prozent-Marke. Vom Wahlergebnis 2024 mit 26,3 Prozent ist sie aber weiterhin weit entfernt. Auch die NEOS liegen mit 6 Prozent deutlich unter ihren 9 Prozent bei der Nationalratswahl. Das Plus von einem Punkt bei ÖVP und Grünen liegt allerdings innerhalb der statistischen Schwankungsbreite.

Keine Mehrheit für die Koalition

Zusammen kommen ÖVP, SPÖ und NEOS auf 40 Prozent und damit knapp über der FPÖ. Für eine Regierungsmehrheit würde das bei Weitem nicht reichen. Laut oe24-Hochrechnung nach dem D’Hondt-Verfahren hätten die drei Parteien nur noch 77 Mandate, derzeit sind es 109. Für eine Mehrheit im Nationalrat sind 92 der 183 Sitze nötig. Die FPÖ käme auf 74 Mandate.

Kanzlerfrage: Kickl verliert vier Punkte

Deutlicher sind die Verluste in der Kanzlerfrage. Würde der Kanzler direkt gewählt, käme FPÖ-Chef Herbert Kickl auf 33 Prozent, vier Punkte weniger als in der Vorwoche. Er liegt damit aber weiterhin klar vorne. Stocker erreicht 13 Prozent, Grünen-Chefin Leonore Gewessler 8, NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger 7 und Babler 5 Prozent. Die vier übrigen Parteichefs kommen damit zusammen auf genau so viel wie Kickl allein.

Credits: Christopher Dunker, BKA

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