Die FPÖ unter Parteichef Herbert Kickl verzeichnet in der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage erstmals seit Monaten einen leichten Rückgang in mehreren Kategorien. Dennoch bleibt die Partei mit deutlichem Vorsprung die stärkste politische Kraft in Österreich.
FPÖ weiterhin führend, leichte Verluste erkennbar
Laut der Umfrage, die im Auftrag von oe24.at durchgeführt wurde, käme die FPÖ bei einer Nationalratswahl am kommenden Sonntag auf 37 Prozent der Stimmen. Das entspricht einem Rückgang von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche. Trotz dieses leichten Verlusts bleibt die Partei klar auf Platz 1. Die ÖVP liegt mit 20 Prozent unverändert auf dem zweiten Platz, gefolgt von der SPÖ, die mit 18 Prozent einen Punkt zulegen konnte. Die Grünen verlieren einen Punkt und kommen auf 10 Prozent, während die NEOS mit 8 Prozent stabil bleiben.
Kanzlerfrage: Kickl verliert, bleibt aber vorne
Auch in der Frage nach der Kanzlerpräferenz zeigt sich ein Rückgang für Herbert Kickl. Der FPÖ-Chef verliert vier Prozentpunkte und kommt auf 27 Prozent. Dennoch bleibt er der beliebteste Kandidat. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) folgt mit 15 Prozent, während Andreas Babler (SPÖ) deutlich dahinter liegt.
Vertrauenswürdigkeit: Rückgang bei Kickl und der FPÖ
Die Umfrage zeigt zudem einen Rückgang bei der Vertrauenswürdigkeit der FPÖ und ihres Parteichefs. Die Partei verliert vier Punkte und erreicht 27 Prozent. Herbert Kickl, der in der Vorwoche noch 32 Prozent erreichte, kommt nun auf 26 Prozent – ein Minus von sechs Punkten. Damit liegt er gleichauf mit Bundeskanzler Stocker. An der Spitze bleibt Bundespräsident Alexander Van der Bellen, dem 41 Prozent der Befragten ihr Vertrauen aussprechen.
Schwäche der Ampelparteien
Die Umfrage unterstreicht auch die anhaltende Schwäche der Ampelparteien. Die ÖVP stagniert bei 20 Prozent, die SPÖ bleibt mit 18 Prozent weiterhin hinter den Erwartungen zurück, und die Grünen verlieren einen Punkt und kommen auf 10 Prozent. Für eine Mehrheit im Nationalrat reicht es für die drei Parteien weiterhin nicht.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
Neueste Kommentare