Sicherheits-Skandal bei Festspielen: Buh-Rufe und Hamas-Fans stören Festakt mit Babler und VdB

Sicherheits-Skandal bei Festspielen: Buh-Rufe und Hamas-Fans stören Festakt mit Babler und VdB

Mit deutlichen Worten hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Samstag die Salzburger Festspiele offiziell eröffnet. In seiner Rede in der Felsenreitschule betonte er die Notwendigkeit unpopulärer Entscheidungen in Krisenzeiten – „auch wenn der Applaus ausbleibt“. Es gehe darum, Verantwortung zu übernehmen: „Sorry, aber das muss jetzt sein.“ Dann folgte ein Sicherheits-Skandal.

Verantwortung beginne dort, wo Macht auf Menschen treffe, so Van der Bellen. Und diese Verantwortung bedeute auch, sich ehrlich zu fragen, wofür man einstehe. Dafür brauche es moralische Klarheit, inneren Abstand und einen „gesunden Kompromiss“. Politiker, die bloß taktierten oder sich in Symbolpolitik verlören, verspielten das Vertrauen der Menschen. In Anspielung auf die angespannte Haushaltslage erklärte der Bundespräsident: „Die wirtschaftliche Situation erfordert Investitionen. Die Budgetlage allerdings erfordert Kürzungen.“ Das bedeute strukturelle Reformen – auch wenn es weh tue.

Die Eröffnung hatte dann noch einen handfesten Eklat: Während Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) seine Festspielrede hielt, stürmten mehrere Pro-Palästina-Aktivisten die Bühne, schwenkten Transparente mit Aufschriften wie „Stoppt den Völkermord“ und riefen Parolen. Das Orchester verstummte, das Publikum reagierte fassungslos – ein unfassbarer Sicherheits-Skandal, den der Verfassungsschutz und die örtlichen Polizeikräfte hier zuließen.

„Was seid ihr für Heuchler?“

Polizisten und Security griffen dann ein und führten die Störer ab. Babler blieb ruhig, wiederholte seinen letzten Satz: „Andere gleichen Kassandra. Sie mahnen, sie warnen, doch kaum jemand hört zu.“ Doch es blieb nicht bei einem Zwischenfall: Ein weiterer Mann rief von der Galerie: „Was seid ihr für scheiß Heuchler?“ Auch er wurde von Ordnern hinausbegleitet.

Die Polizei sicherte daraufhin den Saal. Beim Abgang skandierten Aktivisten: „Blut an euren Händen.“ Babler zeigte sich dialogbereit: Die Festspiele seien ein Ort echter gesellschaftspolitischer Debatte, betonte er. Kritik sei legitim – aber nicht in Form von Störaktionen: „Berechtigte Kritik muss in einem geeigneten Rahmen geführt werden.“

Kritisiert auf X ebenfalls das Sicherheits-Debakel bei den Salzburger Festspielen: Christian Deutsch, SPÖ-Gemeinderat in Wien und Ex-Bundesgeschäftsführer der SPÖ.

Credits: APA/Screenshots

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