Türkisch-Unterricht an Volksschulen entfacht hitzige Debatte – FPÖ schlägt Alarm

Türkisch-Unterricht an Volksschulen entfacht hitzige Debatte – FPÖ schlägt Alarm

Eine Volksschule in Niederösterreich sorgte zuletzt für ordentlich Wirbel. Der Grund? Eine Stellenausschreibung, die von Bewerbern „sehr gute Türkischkenntnisse“ fordert. Das löste eine heftige Diskussion aus, bei der vor allem die FPÖ lautstark Kritik übte und die Frage aufwarf: Darf Türkisch zur Pflicht an österreichischen Schulen werden?

FPÖ kritisiert „Türkischpflicht“ scharf

Die Freiheitlichen gingen schnell in die Offensive. „Deutsch ist und bleibt die Unterrichtssprache in Österreich!“, betonte der FPÖ-Bildungssprecher Christian Fiedler in einer Presseaussendung. Er sieht in der Forderung nach Türkischkenntnissen für Lehrer eine „inakzeptable Entwicklung“. Laut FPÖ könne die türkische Sprache keine Voraussetzung für eine Lehrstelle an einer österreichischen Schule sein. Wer das anders sehe, sei „wohl an der falschen Adresse“, so Fiedler weiter. Auch FPÖ-Chef Herbert Kickl meldete sich via Facebook zu Wort und machte klar: „Wer Unterricht auf Türkisch möchte, soll in die Türkei gehen!“ (FPÖ-Pressemeldung, fpoe.at).

Bildungsministerium greift ein

Nach der heftigen Kritik von FPÖ und ÖVP reagierte das Bildungsministerium prompt. Es forderte die Schule auf, die umstrittene Formulierung in der Ausschreibung zu ändern. Offiziell heißt es, dass Türkischkenntnisse zwar hilfreich sein können, um einzelne Kinder besser zu unterstützen, die Unterrichtssprache aber weiterhin Deutsch bleibt. Die Volksschule selbst erklärte, die zusätzlichen Sprachkenntnisse sollen nur die Integration fördern und keine Pflicht darstellen. (Der Standard, derstandard.at).

Eltern und Öffentlichkeit gespalten

Während die FPÖ und einige Politiker die Forderung nach Türkischkenntnissen als unnötig und integrationshemmend ablehnen, zeigen sich viele Eltern verwundert, aber auch offen für mehrsprachigen Unterricht. In mehreren Bundesländern gibt es bereits muttersprachlichen Unterricht in Türkisch, Arabisch oder Bosnisch, um Kindern mit Migrationshintergrund das Lernen zu erleichtern. Solche Angebote sind Teil der österreichischen Bildungspolitik zur Förderung von Mehrsprachigkeit, die im Schulalltag zunehmend an Bedeutung gewinnt. (OE24, oe24.at).

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