Donald Trump ist bekannt für seine polarisierende Politik. Doch während viele dachten, sein Einfluss beschränke sich auf die USA, zeigt eine neue Studie des European Council on Foreign Relations (ECFR), dass Trump seinen Kulturkampf längst nach Europa exportiert hat. Mit gezielten Aktionen und fragwürdigen Allianzen versucht er, die politische Landschaft Europas zu beeinflussen – und das mit Erfolg.
Die Truman-Show der EU
Laut der ECFR-Studie, verfasst von Paweł Zerka, gleicht die Situation in Europa einer bizarren Liveshow, bei der Trump als Regisseur agiert. Zerka zieht Parallelen zum Filmklassiker „The Truman Show“, in dem der Protagonist manipuliert wird, ohne es zu merken. Ähnlich ergeht es den EU-Regierungschefs, die sich in einem ständigen Krisenmodus befinden. Handelskriege, Sicherheitsfragen und gesellschaftliche Polarisierung – all das wird laut Zerka von Trump und seiner MAGA-Bewegung (Make America Great Again) befeuert.
„Trump nutzt die Uneinigkeit und das Zögern der EU-Staats- und Regierungschefs aus, um seinen innenpolitischen Kulturkampf nach Europa zu tragen“, so Zerka. Ziel sei es, die liberale Demokratie auf beiden Seiten des Atlantiks zu untergraben.
Unterstützung für Europas Rechte
Trump macht keinen Hehl daraus, auf wessen Seite er steht. So empfing er den rechtsnationalen polnischen Präsidentschaftskandidaten Karol Nawrocki im Weißen Haus und warb öffentlich für ihn. Auch Marine Le Pen, die Vorsitzende des französischen Rassemblement National, erhielt Unterstützung, als Trump nach ihrer Verurteilung wegen Veruntreuung von EU-Geldern twitterte: „Free Marine Le Pen!“.
Quelle: ECFR-Studie, „Die Presse“
Credits: APA
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