Donald Trump sorgt wieder für Schlagzeilen – diesmal mit einem 20-Punkte-Plan, der den Gaza-Krieg beenden soll. Während Israel jubelt, bleibt die Hamas skeptisch. Ist das der Durchbruch oder nur ein weiterer diplomatischer Bluff?
Trump: „Dem Frieden mehr als sehr nahe“
US-Präsident Donald Trump hat es wieder getan: Mit einem großen Auftritt und noch größeren Worten präsentierte er seinen Friedensplan für den Gaza-Konflikt. Nach einem Treffen mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu verkündete Trump, man sei „dem Frieden mehr als sehr nahe“. Der Plan? Ein sofortiges Ende der Kämpfe, die Freilassung aller Geiseln und ein Austausch von Gefangenen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.
Israel sagt Ja, Hamas zögert
Während Israel den Plan begeistert annimmt, bleibt die Hamas skeptisch. Ein Insider der Organisation bezeichnete den Vorschlag als „völlig parteiisch zugunsten Israels“. Trump übernehme alle Forderungen Israels und ignoriere die Rechte der Palästinenser, so der Vorwurf. Dennoch will die Hamas den Plan „in gutem Glauben“ prüfen. Sollte sie ablehnen, droht Trump mit voller Unterstützung für Israel, die Hamas „zu zerstören“.
Netanjahu: „Armee bleibt im Gazastreifen“
Israels Premier Netanjahu zeigt sich entschlossen. „Wir werden alle unsere Geiseln lebend zurückholen, während die Armee in einem Großteil des Gazastreifens bleibt“, erklärte er. Eine klare Absage erteilte er der Idee eines Palästinenserstaates. Doch nicht alle in Israel sind begeistert: Der rechtsextreme Finanzminister Bezalel Smotrich sprach von einem „eklatanten diplomatischen Fehlschlag“.
Internationale Unterstützung: Von der EU bis Russland
Die Weltgemeinschaft zeigt sich optimistisch. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der französische Präsident Emmanuel Macron lobten Trumps Initiative. Auch der deutsche Kanzler Friedrich Merz sieht darin die „beste Chance auf ein Ende des Gaza-Krieges“. Selbst Russland und die Türkei begrüßten den Plan. Der türkische Präsident Erdogan sprach von einer „wichtigen Initiative, um das Blutvergießen zu beenden“.
Arabische Welt: Vorsichtiger Optimismus
Auch die arabischen Staaten zeigen sich kooperativ. Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien und Katar signalisierten Unterstützung. Besonders Katar, das als Vermittler im Konflikt agiert, blickt mit „vorsichtigem Optimismus“ auf Trumps Plan. Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums nannte den Vorschlag eine „umfassende Perspektive für ein Ende des Krieges“.
Ein Plan mit Haken?
Doch der Plan hat auch seine Tücken. Die Hamas soll entwaffnet und aus der Regierung ausgeschlossen werden. Ein technokratisches Komitee soll die Verwaltung des Gazastreifens übernehmen – unter internationaler Aufsicht. Kritiker sehen darin eine unrealistische Forderung, die die Spannungen eher verschärfen könnte.
Credits: APA
Quelle:orf.at
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