Trump zieht überraschend die Notbremse: Kandidat für Arbeitsmarktbehörde zurückgezogen

Trump zieht überraschend die Notbremse: Kandidat für Arbeitsmarktbehörde zurückgezogen

Washington D.C. – Donald Trump, der ehemalige und erneut amtierende US-Präsident, hat die Nominierung seines Wunschkandidaten für die Leitung der Behörde für Arbeitsmarktstatistik (BLS) überraschend zurückgezogen. Der konservative Ökonom E.J. Antoni, der von Trump selbst als „brillanter Patriot“ bezeichnet wurde, steht plötzlich im Abseits.

Ein Rückzieher mit Ansage?

Wie CNN berichtet, wurde die Entscheidung am Dienstag offiziell, als das Weiße Haus die entsprechenden Unterlagen an den Senat übermittelte. Ein Sprecher des Weißen Hauses lobte Antoni zwar in höchsten Tönen, kündigte jedoch an, dass bald ein neuer Kandidat präsentiert werde. Doch was steckt wirklich hinter diesem plötzlichen Rückzieher?

Skandale und Kritik: Antoni unter Beschuss

Antoni, ein Ökonom der konservativen Heritage Foundation, war von Anfang an eine umstrittene Wahl. Laut NBC News hatte er in der Vergangenheit auf der Plattform X (ehemals Twitter) sexistisch abfällige Kommentare über Kamala Harris und andere Minderheiten gepostet. Diese Enthüllungen sorgten für Empörung – selbst innerhalb der republikanischen Reihen. Die Senatorinnen Susan Collins und Lisa Murkowski sollen sich laut CNN geweigert haben, Antoni überhaupt zu treffen, was die Erfolgsaussichten seiner Bestätigung erheblich schmälerte.

Trumps Kampf gegen „manipulierte Zahlen“

Die Nominierung Antonis war Teil von Trumps Feldzug gegen die Arbeitsmarktstatistiken, die er als „manipuliert“ bezeichnete. Die ehemalige BLS-Chefin Erika McEntarfer, die von Trumps Vorgänger Joe Biden ernannt wurde, wurde kurzerhand entlassen. Trump warf ihr vor, die Zahlen absichtlich zu seinen Ungunsten gefälscht zu haben – Beweise dafür blieb er jedoch schuldig. Laut BBC bezeichnete Trump die BLS-Daten als „Phoney Baloney“ und versprach, mit Antoni „ehrliche und akkurate Zahlen“ zu liefern.

Ein fragwürdiger Kandidat

Doch Antonis Qualifikationen wurden von vielen Experten infrage gestellt. Wie NBC News berichtet, hatte er keine Erfahrung in der Leitung einer Behörde und forderte sogar, die monatlichen Arbeitsmarktberichte auszusetzen – ein Vorschlag, der bei Ökonomen und Unternehmen auf Unverständnis stieß. Die Glaubwürdigkeit der BLS, die weltweit als Goldstandard für Wirtschaftsdaten gilt, stand auf dem Spiel.

Was kommt als Nächstes?

Trump hat bereits angekündigt, bald einen neuen Kandidaten zu präsentieren. Doch die Frage bleibt: Wird dieser die Wogen glätten können, oder steht der nächste Skandal schon in den Startlöchern?

Quellen: CNN, NBC News, BBC, oe24

Credits: APA

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