Mit markigen Worten hat US-Präsident Donald Trump den Vorabend des 250. Unabhängigkeitstags der USA begangen. Bei einer Rede vor der berühmten Kulisse des Mount Rushmore in South Dakota zeichnete er das Bild einer Nation im Kampf gegen den Kommunismus, wie oe24.at berichtet.
„Man kann Kommunist sein oder Patriot“
Vor Anhängern im US-Bundesstaat South Dakota stellte Trump seinen Zuhörern eine klare Wahl: Man könne entweder Kommunist oder Patriot sein, beides gleichzeitig sei nicht möglich, sagte er laut oe24.at. Wie CBS News berichtet, ging Trump noch weiter und sprach von einer „kommunistischen Bedrohung“ im eigenen Land, die auch von Zuwanderern ausgehe, die dem amerikanischen Lebensstil ablehnend gegenüberstünden. Fox News zufolge bezeichnete Trump den Kommunismus sogar als „größte Bedrohung“, der die USA je ausgesetzt gewesen seien – noch vor den Angriffen auf Pearl Harbor oder dem 11. September.
Rede ohne konkrete Namen, aber mit klarer Stoßrichtung
Auffällig ist: Trump nannte laut NBC News keine konkreten politischen Gegner beim Namen. In den vergangenen Tagen hatte er allerdings wiederholt demokratisch-sozialistische Kandidaten, die zuletzt Vorwahlen in New York gewannen, als linke Kräfte dargestellt, die amerikanische Traditionen zerstören wollten, wie NBC News weiter ausführt. Der Vorwurf des „Kommunismus“ ist damit erneut ein Kampfbegriff, den Trump zunehmend gegen innenpolitische Gegner aus dem linken Lager einsetzt – ein Muster, das ihm oe24.at zufolge in den vergangenen Monaten immer öfter aufgefallen ist.
Berufung auf Gott und die Gründerväter
Neben der Kommunismus-Warnung zeichnete Trump laut oe24.at das Bild einer Nation, die sich auf Gott berufe: Die Rechte der Amerikaner seien von Gott verliehen worden, der die Menschen erschaffen habe. Der 80-Jährige betonte zudem, kein anderes Land habe der Welt mehr Gutes gebracht als die Vereinigten Staaten. Auffällig dabei laut oe24.at: Trump erwähnte, dass in den USA Englisch gesprochen werde, weil es die Sprache der Gründerväter sei – ohne zu erwähnen, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung auch Spanisch spricht.
Zweiter Auftritt am selben Ort
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Trump die symbolträchtige Kulisse des Mount Rushmore für eine politische Botschaft zunutze macht: Bereits vor sechs Jahren hatte er dort am eigentlichen Unabhängigkeitstag eine Rede gehalten, in der er gegen Teilnehmer der landesweiten Anti-Rassismus-Protestbewegung Stimmung machte, wie oe24.at in Erinnerung ruft.
Feierlichkeiten unter extremer Hitze
Der Auftritt am Mount Rushmore war laut oe24.at nur der Auftakt zu einem ganzen Feierwochenende: Am Samstagabend stand in Washington ein groß angelegtes Feuerwerk auf dem Programm, tags zuvor überflogen bereits Kampfjets die US-Hauptstadt. Die Feierlaune vieler Menschen wurde jedoch durch extreme Hitze von rund 40 Grad getrübt. Wie NBC News berichtet, wurde die Great American State Fair auf der National Mall wegen der Hitze zeitweise geschlossen, in Philadelphia wurde die Parade ganz abgesagt. Trump selbst kündigte dennoch an, eine besonders lange Rede halten zu wollen, um zu zeigen, dass er „alles schaffen“ könne, wie oe24.at berichtet.
Innenpolitisch unter Druck
Der US-Präsident tritt derzeit in einem angespannten innenpolitischen Umfeld auf. Wie oe24.at anmerkt, stößt vor allem der Iran-Krieg bei vielen Amerikanern auf Widerstand, seine Zustimmungswerte sind seit längerem niedrig. Trump nutzte die Feierlichkeiten rund um den 250. Jahrestag der Unabhängigkeit daher verstärkt auch dazu, um aus seiner Sicht Erfolge seiner zweiten Amtszeit zu präsentieren.
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