FPÖ auf Rekordkurs: Kickl-Partei legt seit der Wahl 2024 massiv zu

FPÖ auf Rekordkurs: Kickl-Partei legt seit der Wahl 2024 massiv zu

Die FPÖ von Herbert Kickl bleibt mit großem Abstand die stärkste politische Kraft in Österreich. Laut aktuellem APA-Wahltrend liegt die Partei bei 37,3 Prozent – ein Plus von 8,5 Prozentpunkten gegenüber dem Ergebnis der Nationalratswahl 2024, wie oe24.at berichtet. Für die Ampelkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS zeichnet sich damit ein zunehmend ungemütliches Bild ab.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Der APA-Wahltrend fasst sämtliche in Österreich veröffentlichten Meinungsumfragen zu einem gewichteten Mittelwert zusammen und vergleicht diesen mit dem Ergebnis der letzten Nationalratswahl vom 29. September 2024. Aktuellen Daten zufolge, wie sie unter anderem von Unzensuriert unter Berufung auf den APA-Wahltrend veröffentlicht wurden, kommt die FPÖ derzeit auf 37,3 Prozent. Das Onlineportal PolitPro, das ebenfalls sämtliche Sonntagsfragen bündelt, kommt mit Stand 3. Juli 2026 auf einen nahezu identischen Wert.

Damit hat die FPÖ ihr Wahlergebnis von 2024, bei dem sie mit 28,8 Prozent erstmals stärkste Kraft bei einer Nationalratswahl wurde, um mehr als acht Prozentpunkte übertroffen.

Wo die Verluste der Regierungsparteien herkommen

Die Zugewinne der Freiheitlichen spiegeln sich in erster Linie in den Verlusten der Koalitionsparteien wider. Die ÖVP, die 2024 noch 26,3 Prozent erreichte, liegt nach dem aktuellen Wahltrend nur noch bei rund 20 Prozent – ein Minus von etwa sechs Prozentpunkten. Die SPÖ verzeichnet demnach ebenfalls deutliche Einbußen: Von rund 21 Prozent bei der Wahl ist die Partei von Vizekanzler Andreas Babler auf 17,4 Prozent gefallen, wie aus dem APA-Wahltrend hervorgeht.

Die Grünen können hingegen leicht zulegen, während die NEOS geringfügig verlieren. Bemerkenswert dabei: Wie PolitPro aufzeigt, haben die Grünen die NEOS in der Wählergunst mittlerweile überholt.

Ampel verliert die Mehrheit

Besonders brisant ist die Rechnung mit Blick auf den Nationalrat. Würden die drei Koalitionsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS bei einer Wahl aktuell zusammengezählt, kämen sie laut Wahltrend nur noch auf 88 Mandate – mindestens vier weniger, als für eine parlamentarische Mehrheit nötig wären. Diese Entwicklung ist nicht neu: Bereits in den vergangenen Monaten war die Regierungskoalition in Umfragen mehrfach unter die Mehrheitsschwelle gerutscht, wie berichtet wurde.

EINORDNUNG DER REDAKTION
Der APA-Wahltrend gilt als eines der methodisch fundiertesten Instrumente zur Einschätzung der politischen Stimmungslage in Österreich, da er nicht auf eine einzelne Umfrage, sondern auf die gewichtete Zusammenschau mehrerer Institute zurückgreift. Dennoch bleibt eine Sonntagsfrage stets eine Momentaufnahme und keine Prognose für eine tatsächliche Wahl, die frühestens 2029 stattfinden dürfte. Die seit rund drei Jahren anhaltende Führungsposition der FPÖ in praktisch allen Umfragen deutet aber auf einen strukturellen Trend hin, der über kurzfristige Stimmungsschwankungen hinausgeht: Die Regierungsparteien haben es bislang nicht geschafft, in der Wählergunst wieder Boden gutzumachen.

Credits: Parlamentsdirektion, Thomas Topf

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