Washington D.C. – US-Präsident Donald Trump empfing den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Während die Welt auf Fortschritte im Ukraine-Krieg hofft, bleiben viele Fragen offen – vor allem zur Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern.
„Hoffentlich brauchen Sie die Tomahawks nicht“
Wie ORF.at berichtet, äußerte sich Trump bei dem Treffen zurückhaltend zur möglichen Lieferung der von der Ukraine erhofften Tomahawk-Marschflugkörper. „Hoffentlich werden Sie diese nicht brauchen“, sagte er und betonte, dass ein Ende des Krieges auch ohne diese Waffen möglich sein müsse. Die Tomahawks, die eine Reichweite von bis zu 1.600 Kilometern haben, könnten tief in russisches Gebiet eindringen und gelten als strategischer Vorteil für die Ukraine.
Laut Newsweek sieht Trump die Tomahawks als diplomatisches Druckmittel, zögert jedoch, sie tatsächlich zu liefern. „Wir brauchen sie auch für die USA“, erklärte er gegenüber Reportern. Diese Zurückhaltung könnte darauf hindeuten, dass Trump versucht, sowohl die Ukraine zu unterstützen als auch Russland nicht zu stark zu provozieren.
Ein Tunnel zwischen Russland und den USA?
Ein weiteres Thema, das laut ORF.at für Diskussionen sorgte, war die von Russland vorgeschlagene Idee eines Tunnels unter der Beringstraße, der Sibirien mit Alaska verbinden soll. Trump bezeichnete das Vorhaben als „interessant“, während Selenskyj wenig begeistert reagierte: „Ich bin nicht glücklich darüber.“
Budapest als Schauplatz eines Gipfels?
Wie USA Today berichtet, plant Trump ein persönliches Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Budapest, um über ein Ende des Krieges zu verhandeln. Der ungarische Premierminister Viktor Orban hat bereits zugesichert, dass Putin ungehindert ein- und ausreisen könne, trotz des internationalen Haftbefehls gegen ihn. Die Süddeutsche Zeitung hebt hervor, dass Budapest als Austragungsort umstritten ist, da Ungarn als EU-Mitglied eigentlich verpflichtet wäre, den Haftbefehl zu vollstrecken.
Trumps Friedensbotschaft: „Hört auf, geht nach Hause“
Nach dem Treffen wandte sich Trump mit einer emotionalen Botschaft an die Öffentlichkeit. „Lasst beide den Sieg für sich beanspruchen, lasst die Geschichte entscheiden!“, schrieb er auf Truth Social. Selenskyj stimmte zu, betonte jedoch, dass die Ukraine den Krieg nicht begonnen habe. „Beide Seiten müssen stoppen, doch das ist eine Frage an Putin“, sagte er laut ORF.at.
Credits: APA
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