Budapest wird zum Schauplatz eines möglichen historischen Treffens: Donald Trump und Wladimir Putin planen, über den Ukraine-Krieg zu verhandeln. Doch der Kreml bremst – und die Welt schaut gespannt zu.
Orbán als Gastgeber: „Ungarn, die Insel des Friedens“
Ungarns Premierminister Viktor Orbán zeigt sich begeistert: „Gott sendet uns ein Signal!“ Budapest sei der perfekte Ort für den Gipfel, erklärte er laut ungarischen Medien. Orbán, ein langjähriger Trump-Verbündeter, hat bereits mit den Vorbereitungen begonnen. Wie die „Tagesschau“ berichtet, sieht Orbán in diesem Treffen eine Chance, Europa zu zeigen, dass direkte Verhandlungen mit Russland der Schlüssel zum Frieden seien.
Doch die Vorfreude wird getrübt: Gegen Putin liegt ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) vor. Ungarn, das seinen Austritt aus den IStGH-Statuten angekündigt hat, sichert Putin dennoch die Einreise zu. Außenminister Péter Szijjártó betonte, dass Ungarn ein souveränes Land sei und keine Verpflichtung sehe, den Haftbefehl zu vollstrecken.
Trump: „Ich mache Deals – auch mit Putin“
Donald Trump, der sich gerne als Friedensstifter inszeniert, kündigte das Treffen nach einem zweistündigen Telefonat mit Putin an. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, dass „große Fortschritte“ erzielt worden seien. Laut „Axios“ scherzte Trump sogar, ob Putin etwas gegen die Lieferung von Tomahawk-Raketen an die Ukraine hätte. Putins Antwort? Ein klares Nein – die Raketen würden die Lage nicht ändern, aber die Beziehungen zwischen den USA und Russland belasten.
Trump plant, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor dem Gipfel im Weißen Haus zu empfangen. Doch wie „Die Presse“ berichtet, ist Selenskyj skeptisch: Die Ukraine hofft auf die Lieferung von Langstreckenraketen, um russische Ziele zu treffen. Ob Trump diese Zusage macht, bleibt unklar.
Kreml bremst: „Viele Details offen“
Während Trump von einem baldigen Treffen spricht, zeigt sich der Kreml zurückhaltender. Laut „Reuters“ erklärte Putins Berater Juri Uschakow, dass zunächst die Außenminister beider Länder, Marco Rubio und Sergej Lawrow, die Details klären müssten. Ein genaues Datum gibt es noch nicht.
Putin nutzte das Telefonat mit Trump, um die USA vor weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine zu warnen. Wie „Welt“ berichtet, sieht der Kreml in den Tomahawks eine Bedrohung für den Friedensprozess.
Alaska-Gipfel: Ein Déjà-vu?
Das geplante Treffen erinnert an den Alaska-Gipfel im August, bei dem Trump und Putin bereits über den Ukraine-Krieg sprachen – ohne Ergebnis. Laut „Tagesschau“ wurde Trump damals vorgeworfen, Putin eine Bühne geboten zu haben, ohne konkrete Fortschritte zu erzielen. Wird Budapest ein ähnliches Schicksal ereilen?
Hoffnung oder Show?
Die Welt blickt gespannt auf Budapest. Wird Trump als Friedensstifter in die Geschichte eingehen, oder bleibt das Treffen ein weiteres Kapitel im politischen Schachspiel zwischen den USA und Russland? Eines ist sicher: Die Bühne ist bereitet, und die Zuschauer warten auf den nächsten Akt.
Credits: APA
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