Trump und Netanjahu im Treibsand: Drei Wochen Iran-Krieg ohne klares Ziel

Trump und Netanjahu im Treibsand: Drei Wochen Iran-Krieg ohne klares Ziel

Drei Wochen nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran ist die militärische Lage am Golf komplexer denn je. Was als entschlossener Blitzschlag begann, droht zum Zermürbungskrieg zu werden – mit unabsehbaren Folgen für die Weltwirtschaft.

Klare Kriegsziele fehlen

Wie die Weltwoche in einer Analyse von Roger Köppel festhält, diagnostizieren Beobachter seitens der US-Regierung einen erschütternden Mangel an strategischer Klarheit. Wie Blick unter Berufung auf US-Medienberichte berichtet, hat Trump auf Truth Social fünf Ziele als nahezu erreicht bezeichnet – Zerstörung iranischer Raketenfähigkeiten, Ausschaltung der Rüstungsindustrie, Schwächung von Marine und Luftwaffe, Verhinderung eines Atomprogramms sowie Schutz Israels und der Golfstaaten. Wie Blick weiter festhält, sandte Washington dabei widersprüchliche Signale: Auf die direkte Frage nach Bodentruppen sagte Trump, er schicke keine Soldaten irgendwohin – fügte aber sofort an, er würde es der Presse sicherlich nicht mitteilen, wenn er es täte.

Das iranische Kalkül: Die Straße von Hormus als Waffe

Wie das ZDF unter Berufung auf die Internationale Energiebehörde berichtet, haben die Golfstaaten ihre Ölproduktion bereits um mindestens zehn Millionen Barrel pro Tag reduziert, weil die Straße von Hormus für sie praktisch unpassierbar ist. Wie die Weltwoche analysiert, konzentriert der Iran seine Kampfkraft gezielt auf diese globale Schlagader des Rohstoffhandels – Öl, Gas, Dünger, Aluminium laufen hier durch. Wie ZDF heute festhält, stiegen die europäischen Gaspreise infolge des Konflikts um über 50 Prozent. Die Ironie des Krieges: Wie die Weltwoche berichtet, passieren ausgerechnet iranische Tanker die Meerenge weiterhin, weil die USA befürchten, bei einem Beschuss würde Teheran den Krieg auf weitere Energieanlagen am Golf ausdehnen.

Kharg – riskantes Manöver mit offenem Ausgang

Wie ZDF heute in einer Analyse festhält, hat die US-Luftwaffe bereits über 90 militärische Ziele auf der iranischen Ölinsel Kharg zerstört – über die Insel laufen rund 90 Prozent der iranischen Rohölexporte. Wie CBS News laut dem Liveticker von RT Deutschland berichtet, hat das Pentagon detaillierte Pläne für einen Bodeneinsatz ausgearbeitet, ohne dass Trump bislang eine Entscheidung getroffen hätte. Wie die Berliner Zeitung unter Berufung auf Reuters festhält, wurde der US-Landungsverband Tripoli mit der 31. Marineinfanterieeinheit am 18. März in Richtung Nahen Osten gesichtet. Wie ZDF heute Militärexperten zitiert, wäre eine Besetzung Khargs hochriskant: US-Truppen wären auf der Insel permanenten Drohnen-, Raketen- und Schnellbootangriffen ausgesetzt.

Verbündete zögern, Iran hält durch

Wie Blick berichtet, scheiterte Trump bislang mit dem Versuch, eine breite Koalition für die Sicherung der Straße von Hormus zu bilden – die EU-Staaten verweigern aktive Beteiligung, Deutschland lehnte ab, Großbritannien erlaubt lediglich die Nutzung britischer Militärstützpunkte für gezielte US-Angriffe auf iranische Raketenstellungen. Wie die Weltwoche festhält, hat der Iran trotz massiver Bombardements seine Fähigkeit nicht verloren, die Weltwirtschaft empfindlich zu treffen – und setzt dabei auf eine Strategie der eskalierenden Zerstörung, die Trump und Netanjahu unter sich begraben soll.


Quellen:

  • Weltwoche (weltwoche.de), Roger Köppel, 21. März 2026
  • ZDF heute (zdfheute.de), Berichte zum Iran-Krieg, März 2026
  • Berliner Zeitung (berliner-zeitung.de), 20. März 2026
  • Blick (blick.ch), Liveticker Iran-Krieg, März 2026
  • Reuters / Axios, März 2026
  • Wikipedia: Irankrieg 2026 (de.wikipedia.org)

Credits: APA

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