Trump stellt Iran Ultimatum: Straße von Hormuz öffnen – oder Kraftwerke werden zerstört

Trump stellt Iran Ultimatum: Straße von Hormuz öffnen – oder Kraftwerke werden zerstört

Knapp vier Wochen nach Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran eskaliert die Lage dramatisch. US-Präsident Donald Trump hat Teheran ein 48-Stunden-Ultimatum gestellt – mit einer Drohung, die eine neue Dimension des Konflikts eröffnet.

Die Drohung: Kraftwerke ab dem größten zuerst

Wie Bloomberg und Al Jazeera übereinstimmend berichten, postete Trump in der Nacht auf Sonntag auf seiner Plattform Truth Social ein Ultimatum an den Iran: Sollte die Straße von Hormuz nicht innerhalb von 48 Stunden vollständig und ohne Drohungen für den Schiffsverkehr geöffnet werden, würden die USA iranische Kraftwerke angreifen und zerstören – „beginnend mit dem größten“. Wie die South China Morning Post festhält, war das eine drastische Kehrtwende: Nur einen Tag zuvor hatte Trump noch davon gesprochen, den Krieg „herunterzufahren“.

Die Straße von Hormuz ist laut Al Jazeera das Nadelöhr für rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen. Ihre faktische Schließung hat die europäischen Gaspreise in der Vorwoche um bis zu 35 Prozent in die Höhe getrieben.

Teheran droht mit Gegenschlag auf US-Infrastruktur

Der Iran antwortete prompt. Wie die Times of Israel unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, erklärte das militärische Oberkommando Khatam Al-Anbiya: Sollte die US-amerikanische oder israelische Seite iranische Energie- und Treibstoffinfrastruktur angreifen, werde man sämtliche US-Energieanlagen, IT-Infrastruktur und Entsalzungsanlagen in der Region ins Visier nehmen.

Parallel dazu erklärte der Geheimdienst der Revolutionsgarden laut oe24.at, man habe die „verwundbaren Punkte des Feindes“ analysiert und bereite eine neue Angriffswelle mit „neuen Strategien und moderneren Systemen“ vor.

Trump: „Wir haben den Iran von der Landkarte gefegt“

Trump nutzte sein Truth-Social-Posting auch für eine Replik auf den New York Times-Journalisten David Sanger, der analysiert hatte, der US-Präsident habe seine Kriegsziele bislang nicht erreicht. Wie oe24.at berichtet, wies Trump das scharf zurück: Die USA hätten den Iran „von der Landkarte gefegt“, Marine und Luftwaffe seien vernichtet, das Land habe „absolut keine Verteidigung mehr“. Einen Deal mit Teheran lehnte er erneut ab.

Dass der Iran seinerseits Gesprächsbereitschaft signalisiert, bestätigte Außenminister Abbas Araghchi laut Jerusalem Post gegenüber der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo: Teheran führe Gespräche mit Tokio über den möglichen Durchlass japanischer Schiffe durch die Straße von Hormuz.

Israelische Städte unter Beschuss

Während die diplomatische Eskalation läuft, setzt der militärische Schlagabtausch sich fort. Wie Times of Israel berichtet, wurden in der südisraelischen Stadt Arad am Samstagabend mehr als 70 Menschen bei einem iranischen Raketenangriff verletzt. Zuvor hatte bereits ein Angriff auf Dimona über 40 Verletzte gefordert. Beide Städte liegen in der Nähe israelischer Militäreinrichtungen, darunter Israels geheimes Atomforschungszentrum nahe Dimona.


Quellen:

  • oe24.at: Trump stellt Mullahs 48-Stunden-Ultimatum (22.03.2026)
  • Al Jazeera: Trump issues 48-hour Hormuz Strait ultimatum, threatens Iran power plants (22.03.2026)
  • Bloomberg: Trump Threatens Iran With Strikes on Power Plants Over Strait of Hormuz Blockade (22.03.2026)
  • South China Morning Post: Trump issues Hormuz ultimatum, threatens to „obliterate“ Iran’s power plants (22.03.2026)
  • Times of Israel: Trump threatens to „obliterate“ Iran’s power plants (22.03.2026)
  • Jerusalem Post: Donald Trump threatens to strike Iran power plants over Hormuz ultimatum (22.03.2026)

Credits: APA

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