Trump-Hammer gegen Brandstätter: „Helmut ist einer der Gründe, warum Europa stirbt“

Trump-Hammer gegen Brandstätter: „Helmut ist einer der Gründe, warum Europa stirbt“

Ein einziger Tweet, acht Worte und plötzlich steht ein österreichischer EU-Abgeordneter im globalen Kreuzfeuer. Was als forscher Angriff des NEOS-Politikers Helmut Brandstätter auf Tech-Milliardär Elon Musk begann, endete in einer brutalen verbalen Breitseite aus dem engsten Zirkel von Donald Trump. Ein Top-Vertrauter des US-Präsidenten fällte ein vernichtendes Urteil über den Österreicher, das nun um die Welt geht.

„Zahl deine Rechnung“: Der Tweet, der alles auslöste

Der Auslöser für den digitalen Schlagabtausch war ein Streit auf allerhöchster Ebene. Die EU-Kommission verhängte eine saftige Strafe von 120 Millionen Euro gegen Musks Plattform X wegen angeblicher Verstöße gegen den Digital Services Act. Musk schäumte und forderte kurzerhand die Auflösung der EU-Kommission, die er als bürokratisches Monster bezeichnete.

Genau hier grätschte Helmut Brandstätter hinein. Mit dem kurzen Satz „Pay your bill, @elonmusk“ – zu Deutsch: „Zahl deine Rechnung“ – wollte der NEOS-Mann den Tech-Giganten zurechtweisen. Doch statt Applaus aus der Brüsseler Blase zog er den Zorn der amerikanischen Trump-Elite auf sich.

Grenells vernichtendes Urteil

Richard Grenell, ehemaliger US-Botschafter in Berlin und bekannt als Trumps „Mann fürs Grobe“, ließ den Tweet nicht unbeantwortet. Er teilte Brandstätters Forderung mit seinen Millionen Followern und kommentierte eiskalt:

„Helmut ist einer der Gründe, warum Europa stirbt.“

Mit diesem einen Satz machte Grenell den österreichischen Mandatar schlagartig zum Symbolbild für alles, was in den Augen der US-Republikaner in Europa schiefläuft: moralische Überheblichkeit gepaart mit bürokratischer Regulierungswut. Wie exxpress.at analysiert, wurde Brandstätter damit unfreiwillig zur Galionsfigur eines „sterbenden Europas“ gestempelt.

Shitstorm aus den USA

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Binnen Stunden trendete Brandstätters Name in konservativen und libertären Kreisen der USA – allerdings nicht so, wie er es sich wohl gewünscht hätte. Der Tenor war gnadenlos. Nutzer bezeichneten die Forderung als „Erpressung“ und spotteten, Brandstätter agiere weniger als Volksvertreter denn als Geldeintreiber eines anonymen Apparats.

„So viel Aufmerksamkeit hatte er noch nie“, ätzten User auf der Plattform X. Zwar gab es vereinzelt Rückendeckung für den „echten Europäer“, doch diese Stimmen gingen im tosenden Lärm der Kritik fast vollständig unter.

Nicht der erste Crash mit dem Trump-Lager

Es ist nicht das erste Mal, dass Brandstätter mit der neuen US-Führung aneinandergerät. Der NEOS-Abgeordnete hatte sich erst wenige Tage zuvor ein Wortgefecht mit US-Vize J.D. Vance geliefert. Damals titulierte er die USA in einer Anspielung auf Trump als „Schweine-Land“ („piggy Land“) und forderte Washington auf, Europa in Ruhe zu lassen.

Was bleibt, ist ein Scherbenhaufen: Mit seinem Versuch, Elon Musk in die Schranken zu weisen, hat Helmut Brandstätter zwar internationale Bekanntheit erlangt – gilt nun aber im mächtigsten politischen Lager der USA als rotes Tuch und Symbolfigur für den Niedergang des alten Kontinents.

Credits: APA

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