Der US-Präsident hat bei einer Kabinettssitzung am Dienstag eine radikale Forderung aufgestellt: Jeder Mord in der Hauptstadt Washington, D.C., soll künftig mit der Todesstrafe geahndet werden. Wie die „Bild“ berichtet, nutzte Trump dabei den griffigen Slogan „Capital, capital punishment“ (Hauptstadt, Todesstrafe), um seine Botschaft zu unterstreichen.
„Wenn jemand in der Hauptstadt Washington, D.C., jemanden tötet, werden wir die Todesstrafe beantragen“, erklärte Trump laut „Bild“ entschlossen. Doch die Umsetzung dieses Plans dürfte alles andere als einfach werden. Wie die „Bild“ weiter berichtet, können Staatsanwälte in Washington zwar bereits jetzt für bestimmte Verbrechen die Todesstrafe beantragen – allerdings nur, wenn die Tat unter ein Bundesgesetz fällt, wie etwa bei Terrorismus. Zudem muss eine Jury, die oft kritisch gegenüber der Todesstrafe eingestellt ist, zustimmen.
Nationalgarde im Einsatz: Erste Erfolge sichtbar
Bereits vor zwei Wochen hatte Trump die Nationalgarde in die Hauptstadt entsandt, um die Kriminalität einzudämmen. „Heute ist der Tag der Befreiung in D.C. – und wir werden unsere Hauptstadt zurückerobern“, verkündete der Präsident damals, wie die „Bild“ berichtet. Die Maßnahme zeigt offenbar Wirkung: Laut einer ersten Auswertung des US-Senders CNN sind die Straftaten in Washington seitdem deutlich zurückgegangen.
Die Zahlen sprechen für sich: Eigentumsdelikte sanken um 19 Prozent, Gewaltstraftaten um 17 Prozent. Besonders beeindruckend: Raubüberfälle und Autoeinbrüche gingen um satte 40 Prozent zurück. Allerdings gibt es auch Schattenseiten: Die Zahl der Körperverletzungen mit gefährlichen Waffen stieg um 14 Prozent. Diese Zahlen wurden von CNN veröffentlicht und von der „Bild“ zitiert.
Trump-Sprecherin Abigail Jackson wies die Einschätzung von CNN, der Rückgang sei „moderat“, entschieden zurück. Laut „Bild“ erklärte sie: „Der Rückgang der Kriminalität ist nicht ‚moderat‘, sondern lebensverändernd für die unzähligen Einwohner und Besucher von Washington, D.C., die in der letzten Woche nicht ermordet, ausgeraubt oder Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sind.“
Mordrate: Washington weltweit an der Spitze
Trump untermauerte seine Forderung mit erschreckenden Zahlen: Laut einem von ihm präsentierten Diagramm, das die „Bild“ beschreibt, liegt Washington, D.C., bei der Mordrate weltweit an der Spitze – noch vor Mexiko-Stadt und Bagdad. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum von 2019 bis 2024 und zeigen, wie dringend Handlungsbedarf besteht.
Credits: APA
Quelle: oe24.at
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