US-Präsident Donald Trump hat klargestellt, dass er Kremlchef Wladimir Putin nur dann zu einem weiteren Treffen treffen will, wenn eine konkrete Aussicht auf eine Einigung im Ukraine-Konflikt besteht. Vor Journalisten an Bord der Air Force One erklärte Trump, er werde seine Zeit nicht mit Verhandlungen verschwenden, die keine Ergebnisse versprechen. Dies berichtet OE24.at unter Berufung auf Trumps jüngste Äußerungen.
Vor dem Hintergrund der eskalierenden Lage hatte Trump bereits ein angekündigtes Treffen mit Putin auf unbestimmte Zeit verschoben. Zudem verhängte seine Regierung neue Sanktionen gegen Russland, mit der Begründung, dass Moskau bisher keinen Willen zeigte, den Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden.
Trumps Haltung zum Konflikt und vergleichende Bemerkungen
Trump äußerte Enttäuschung darüber, dass ein Friedensschluss in der Ukraine nicht schneller erreicht werden konnte, wie er es zuvor bei anderen Konflikten – etwa im Nahen Osten – erwartet hatte. In seiner Pressebegegnung erwähnte er zudem den Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan, bei dem er laut eigener Darstellung ebenfalls vermittelt habe. Putin habe seine Arbeit daran als „fantastisch“ bezeichnet, so Trump. Kritiker sehen diese Selbstdarstellung jedoch mit Skepsis.
Hoffnung auf diplomatische Lösung aus Moskau
Gleichzeitig zeigt sich der Moskauer Sondergesandte für die Gespräche mit der Trump-Administration, Kirill Dmitrijew, optimistischer. Im Interview mit dem US-Sender CNN sagte er, dass Russland, die USA und die Ukraine nahe an einer diplomatischen Lösung seien. Er lobte außerdem den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, da dieser laut Dmitrijew die aktuelle Frontlinie als Grundlage für Friedensverhandlungen akzeptiert habe. Das stellt einen bedeutenden Schritt dar, da Kiew bislang stets den vollständigen Rückzug der russischen Truppen gefordert hatte.
Welche Zugeständnisse Moskau selbst bereit ist zu machen, blieb Dmitrijew jedoch schuldig. Er betonte zudem, dass Trump Russland nicht unter Druck setzen solle, wenn er Verhandlungserfolge erreichen wolle.
Unterschiedliche Auffassungen zur Waffenruhe
Dmitrijew wiederholte die von Moskau oft vorgebrachte Begründung gegen eine sofortige Waffenruhe: Die ukrainische Seite könnte eine Feuerpause nutzen, um ihre Kräfte neu zu gruppieren und aufzurüsten. Russland strebe nach einer langfristigen Friedenslösung, nicht nach temporären Waffenstillständen. Gleichzeitig lobte Dmitrijew Trumps Politik im Nahost-Konflikt und zog einen Gegensatz zum Vorgehen seines Vorgängers Joe Biden.
Die aktuellen Aussagen Trumps und Dmitrijews zeigen eine komplexe Verhandlungslandschaft mit Annäherungen auf der einen Seite und klaren Bedingungen auf der anderen. Ob und wann ein tatsächlicher Fortschritt im Ukraine-Krieg erzielt werden kann, bleibt weiterhin offen.
Quellen: OE24.at
Crediits: APA
Neueste Kommentare