Trump erfüllt Selenskyjs Wunsch: USA liefern Geheimdienstinfos und prüfen Langstreckenraketen

Trump erfüllt Selenskyjs Wunsch: USA liefern Geheimdienstinfos und prüfen Langstreckenraketen

Washington/Kiew – Es ist ein Paukenschlag im Ukraine-Krieg: Die USA wollen der Ukraine nicht nur mit Geheimdienstinformationen für präzise Raketenangriffe auf russische Energieinfrastruktur helfen, sondern erwägen auch die Lieferung von Langstreckenraketen wie den berüchtigten Tomahawks. Das berichtet das renommierte Wall Street Journal unter Berufung auf US-Regierungsquellen.

Selenskyjs Wunschliste: Tomahawks für den Frieden?

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bei einem Treffen mit Donald Trump in New York explizit um die Lieferung der Tomahawk-Marschflugkörper gebeten. Diese Raketen könnten Ziele bis zu 2.500 Kilometer tief in Russland treffen – darunter strategische Militärbasen und Energieanlagen. Laut Axios erklärte Selenskyj, allein der Besitz solcher Waffen könnte Russland an den Verhandlungstisch zwingen: „Wir brauchen sie vielleicht nicht einmal einzusetzen, aber sie erhöhen den Druck auf Putin.“

Trump ändert Kurs: Unterstützung für Kiew

Donald Trump, der in der Vergangenheit oft für seine ambivalente Haltung gegenüber Russland kritisiert wurde, scheint nun eine Kehrtwende zu vollziehen. Laut Tagesspiegel hat er bereits grünes Licht gegeben, dass US-Geheimdienste und das Pentagon Kiew bei Angriffen unterstützen dürfen. Zudem forderte er die NATO-Verbündeten auf, ähnliche Schritte zu unternehmen.

Die Entscheidung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Russland intensiviert seine Angriffe auf die Ukraine, während Kiew mit Drohnenangriffen auf russische Raffinerien und Pipelines reagiert. Die Folgen sind spürbar: In Russland bilden sich lange Schlangen an Tankstellen, wie Al Jazeera berichtet.

Tomahawks: Die Waffe, die alles ändern könnte?

Die Tomahawk-Raketen, die seit den 1970er-Jahren von der US-Marine eingesetzt werden, gelten als hochpräzise und durchschlagskräftig. Sie könnten Russlands Verteidigungsstrategie erheblich erschweren, so der Militärexperte Keir Giles gegenüber Al Jazeera. Doch Moskau warnt: Die Lieferung solcher Waffen sei eine „rote Linie“. Dmitri Medwedew, ehemaliger russischer Präsident, drohte sogar mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen, sollte die Unterstützung der USA weiter eskalieren.

Europa in Alarmbereitschaft

Auch Europa beobachtet die Entwicklungen mit Sorge. Russische Drohnen und Kampfflugzeuge verletzen zunehmend den Luftraum von NATO-Staaten wie Polen und Estland. Laut Die Pressediskutieren EU-Staaten über eine stärkere militärische Unterstützung der Ukraine, während Deutschland weiterhin zögert, eigene Langstreckenwaffen zu liefern.

Credits: APA

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