Washington – Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus getroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand eine Ausnahmegenehmigung, die es Ungarn ermöglicht, weiterhin Öl und Gas aus Russland über zwei Hauptpipelines zu beziehen. Laut Bild.de erhielt Orbán diese Zusage am Freitagnachmittag und bestätigte sie nach dem Treffen. Wie Bild.de berichtet, sagte Orbán wörtlich:
„Wir haben eine allgemeine, unbefristete Ausnahmegenehmigung für den Kauf von russischem Öl und Erdgas erhalten.“
Donald Trump begründete diese Ausnahme laut Bild.de vor Journalisten mit den Worten, dass es für Ungarn als Binnenstaat ohne Zugang zum Meer „sehr schwierig ist, Öl und Gas aus anderen Gebieten zu beziehen“.
Geplante Kooperationen im Energie- und Rüstungsbereich
Im Zuge des Treffens wurden auch weitere wirtschaftliche Vorhaben besprochen. Wie Bloomberg berichtet, plant Ungarn unter anderem einen Vertrag mit Westinghouse Electric Co. über den Kauf von Brennstoff für das ungarische Atomkraftwerk im Wert von rund 100 Millionen Dollar. Bloomberg gibt an, dass dieses Kraftwerk derzeit aus Russland beliefert wird.
Darüber hinaus ist nach Angaben von Bloomberg ein fünfjähriges Abkommen über 600 Millionen Dollar für den Erwerb von US-Flüssiggas vorgesehen. Weitere geplante Kooperationen umfassen laut Bloomberg Rüstungsgeschäfte und ein Finanzabkommen, zu dem bislang keine Details veröffentlicht wurden.
Gespräche über bilaterale Beziehungen und den Ukraine-Krieg
Während des Treffens äußerten sich beide Politiker zu den bilateralen Beziehungen. Bild.de berichtet, dass Trump Orbán als „großartigen Anführer“ bezeichnete. Weiter berichtet Bild.de, dass Orbán von einem möglichen „goldenen Zeitalter“ der Beziehungen zwischen Ungarn und den USA sprach.
Auch der Krieg in der Ukraine war Thema des Treffens. Bild.de gibt wieder, dass Trump Orbán nach seiner Einschätzung der Lage fragte. Auf die Frage von Trump, ob die Ukraine gewinnen könne, antwortete Orbán laut Bild.de: „Wunder können geschehen …“ Trump erklärte zudem, dass ein künftiges Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht ausgeschlossen sei.
Das Treffen führte zu mehreren Vereinbarungen, insbesondere im Energie- und Wirtschaftsbereich. Die Ausnahmegenehmigung zum Bezug von russischem Öl und Gas sichert laut Orbán die Energieversorgung Ungarns und stärkt die bilateralen Beziehungen zu den USA.
Quelle: BILD
Credits: APA
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