Nachdem uns die Teuerung in den letzten Jahren das Geld förmlich aus der Tasche gezogen hat, gibt es nun endlich einen Lichtblick. Manuela Lenk, die Generaldirektorin der Statistik Austria, hat in der ZiB 2 eine mutige Prognose gewagt. Die „Statistik-Chefin des Landes“, wie sie von Moderator Martin Thür genannt wurde, rechnet schon bald mit einer spürbaren Entlastung.
Inflation soll endlich sinken
In der Fernsehsendung gab sich Lenk zuversichtlich. „Ich glaube, dass die Inflation schon bald um 0,8 Prozentpunkte sinken wird“, so ihre klare Ansage. Der Grund für diesen Optimismus liegt laut der Kleinen Zeitung vor allem im Wegfall der Strompreisbremse aus dem Vorjahr und günstigeren Netztarifen. Das Auslaufen der Bremse hatte 2025 die Inflation noch getrieben, doch nun soll sich der Effekt umkehren. Das wäre eine enorme Erleichterung für die geplagten Geldbörsen der Österreicher, nachdem die Jahresinflation 2025 noch bei schmerzhaften 3,6 Prozent lag.
Neues Preisradar deckt Lebensmittel-Wahrheit auf
Doch nicht nur bei der allgemeinen Inflation tut sich etwas. Die Statistik Austria hat ein mächtiges neues Werkzeug präsentiert, das für volle Transparenz sorgen soll: das Preisradar. Wie die Statistik Austria auf ihrer Website erläutert, macht dieses Tool die Preisentwicklungen von rund 100 Lebensmitteln auf verschiedenen Handelsstufen sichtbar.
Jeder kann ab sofort nachprüfen, was Brot, Milch, Eier oder Gemüse wirklich kosten. Im Preisradar sind Güter des täglichen Bedarfs ersichtlich. Manuela Lenk betont, dass das Ziel der Datenbank ein „schneller und kompakter Überblick über die Preissituation“ sei. Daten der Statistik Austria zeigen nämlich, dass Lebensmittel im vergangenen Jahr ein wesentlicher Inflationstreiber waren – nur Wohnen, Wasser und Energie schlugen noch heftiger zu.
Mehrwertsteuer-Halbierung: Kommt die große Entlastung?
Ein weiterer Hoffnungsträger ist die geplante Halbierung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel von 10 auf 5 Prozent ab Mitte 2026. Wie der Handelsverband in einer Aussendung bestätigt, begrüßt man diesen Schritt der Bundesregierung ausdrücklich. Laut Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will wollen die Händler diese Senkung „nach Möglichkeit 1:1 an unsere Kundinnen und Kunden weitergeben“.
Statistik-Chefin Lenk bleibt hier jedoch vorsichtig. Wie die Kleine Zeitung berichtet, wollte sie sich zu den genauen Effekten noch nicht äußern. „Einschätzungen werden wir keine geben, weil wir das in den Zahlen sehen müssen“, wird sie von oe24.at zitiert. Zudem sei noch nicht final geklärt, welche Lebensmittel genau betroffen sind. Dennoch ist klar: Sinkt die Steuer, sinken die Preise für diese Produkte – zumindest theoretisch. Ob die Preise an anderer Stelle steigen, um das gegenzufinanzieren, bleibt abzuwarten.
Absage an Tourismus-Tricksereien
Klare Kante zeigte Lenk auch gegenüber Begehrlichkeiten aus der Politik. Wie die Kleine Zeitung schreibt, hatte Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner den Wunsch geäußert, bestimmte Hotelpreise – etwa für ausländische Gäste – aus der Inflation herauszurechnen. Dem erteilte Lenk eine deutliche Absage: Man müsse sich an internationale Regeln halten und könne nicht einfach Hotels weglassen, nur weil dort Touristen schlafen. Die Statistik Austria bleibt also hart und misst die Preise so, wie sie sind – ohne Beschönigungen.
Quelle: oe24.at, Kleine Zeitung, Statistik Austria, Handelsverband
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